Die rollen nächste Woche wieder durch Wirsberg in Richtung der bei Sessenreuth entstehenden Windkraftanlage. Und wenn die Mauer nicht beseitigt wird, werden sie die Kurve am Beginn der Hauptstraße nicht schaffen.
Der Hintergrund: Eigentlich war geplant, zwei größere Anlagen (E 101) zu bauen. Dies war jedoch aufgrund der immensen Rotorlängen nicht möglich, weil weder in Wirsberg noch in Marktschorgast der Raum für solche Transporte war. Aus diesen Gründen wurden zwei E 82-Anlagen errichtet, deren Flügel kürzer sind. So werden nun in der kommenden Woche in den Abend- beziehungsweise Nachtstunden mehrere Transporte stattfinden.
Von Montag auf Dienstag werden die Nabe, die Gondelteile und der Generator für die Anlage auf der Rabensteinerhöhung bei Sessenreuth befördert.
Kompliziert wird es dann in der Nacht zum Mittwoch, 1. August: Zwei jeweils 30 Meter lange Turmteile werden auf einem Tiefbetttransporter durch Wirsberg manövriert, jeder der Kolosse wiegt etwa 65 Tonnen. Die beiden Transportfahrzeuge haben jeweils eine Gesamtlänge von rund 38 Metern.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag stehen die drei schwierigsten Aktionen an. Auf drei Spezialfahrzeugen mit je 48 Metern Länge wird je ein Rotorflügel mit 41 Metern Länge und neun Tonnen Gewicht transportiert. Die Fahrten für die Türme und die Flügel sind der Grund, dass die Maueranlage beim Hotel Hereth abgebrochen werden musste.
Wie Bürgermeister Hermann Anselstetter mitteilte, dauerte die Überprüfung dieser beiden Transporte über ein Jahr. Das Ergebnis war, dass es trotz Mauerabbruchs Zentimeterarbeit wird. Wenn diese Aktionen in der nächsten Woche beendet sind, werden etwa 14 Tage später die selben Transporte für die zweite Windenergieanlage bei Pöllitz durchgeführt.
Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die absoluten Halteverbote entlang der gesamten Transportstrecke zu beachten.