Beim 65. Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks traten junge Handwerkerinnen und Handwerker in rund 100 verschiedenen Handwerksberufen gegeneinander an. Zwölf der Landessiegerinnen und Landessieger kommen aus Oberfranken, einer davon aus dem Landkreis Kulmbach: Der 19-jährige Simon Weisath aus Rugendorf, der bei der Firma Zanner Fahrzeugbau GmbH vor drei Jahren die Ausbildung als Fahrzeugbauer begann und vor wenigen Tagen in Nürnberg ausgezeichnet wurde.

Simon Weisath entschied sich nach der Mittleren Reife, die er an der Carl-von-Linde-Realschule ablegte, für diesen Beruf, weil er sehr vielseitig ist: "Es geht hauptsächlich um Metallbau, es ist Hydraulik und auch Elektrik dabei."

Simon Weisath absolvierte zunächst bei Zanner Fahrzeugbau ein Berufspraktikum. Dabei wurde ihm sein Berufswunsch sehr schnell klar: "Ich hatte von Anfang gemerkt, die Arbeit macht mir Spaß." In seiner dreijährigen Ausbildung zum Fahrzeugbauer, die Simon Weisath vor wenigen Monaten mit der Gesamtnote 2,0 abschloss, baute er vom Tieflader bis zum Kranwagen schon alles. Auf Landesebene wurde nur die praktische Arbeit seines Gesellenstückes bewertet und da hatte Simon Weisath von 100 möglichen Punkten fast 95 erreicht. Diese Arbeit, ein Lkw-Heckteil mit einer Ausziehleiter, musste eingesandt werden und wurde dann nochmals von einer Fachjury bewertet.

Der Aufwand hat sich gelohnt, denn Simon Weisath bekommt eine finanzielle Förderung vom Freistaat für die Meisterprüfung, die im kommenden Jahr bei 7200 Euro liegt. Bayern gewährt noch den Meisterbonus mit 1000 Euro. Zunächst will der frischgebackene Fahrzeugbauer noch zwei, drei Jahre Berufserfahrung sammeln, bevor er sich an die Meisterprüfung wagt. Jetzt kämpft Simon Weisath in Frankfurt mit weiteren Landessiegern aus der Bundesrepublik um den Titel eines Bundessiegers. Simon Weisath: "Wir bekommen nur eine Werkzeugliste, was wir mitnehmen müssen, und dann einen Plan, was ich zu bauen habe, dabei in einer Zeit von voraussichtlich sechs bis acht Stunden."