Die Erkenntnisse über die Risiken des Nikotingenusses - der Tabakrauch enthält fast 5000 verschiedene Substanzen, von denen viele als krebserzeugend gelten - sind überall nachzulesen. Neu dürfte für sieben Männer und zwei Frauen aus Wolfenbüttel allerdings die Tatsache sein, dass ihr Laster das Leben von jetzt auf gleich beenden kann.

Dabei praktizierte die Gruppe nur längst bestätigte Forschungsergebnisse, denen zufolge die Zigarette gerne zum Anlass für eine Pause genommen wird und geselligkeitsfördernd ist. Sie zündeten sich ihre Glimmstängel während einer Geburtstagsparty auf dem Balkon eines Fachwerkhauses in der Altstadt von Wolfenbüttel an.

Kaum hatten sie sich darüber lustig gemacht, dass der Vorbau ganz schön wackelig sei, stürzte selbiger auch schon in die Tiefe - sieben Meter.

Die Raucher hatten Glück im Unglück: Entgegen aller Wahrscheinlichkeit wurde keiner lebensgefährlich verletzt, sie kamen mit Knochenbrüchen, offenen Wunden oder Prellungen davon.

Für alle gilt aber: Sie waren am Wochenende kein Opfer ihrer Sucht, sondern einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Wie die Musikfans im Pariser Bataclan, die Passagiere des Selbstmord-Piloten in der Germanwings-Maschine oder die Menschen, die bei den Anschlägen in Brüssel ihr Leben lassen mussten.

Dass die Partygänger von Wolfenbüttel nach ihrem Malheur jetzt das Rauchen aufgeben, davon ist eher nicht auszugehen.