In der Familie wird es gespielt, bei Freunden - nur ich habe mich dem Virus bisher erfolgreich entzogen. Dabei bin ich in meinem unmittelbaren Umfeld, was das Beantworten von Quizfragen betrifft, durchaus als Besserwisser verschrien, wollte mich manch einer sogar schon zu Jauch schicken.

Andererseits frage ich mich: Muss man wirklich jede freie Minute mit irgendeiner Tätigkeit anfüllen? Brauchen wir wirklich immer Action - und sei es nur durch das Befingern der Handy-Tastatur? Oder kann man auch einmal Langeweile, Nichtstun aushalten, ja vielleicht sogar - unerhörterweise - zum Nachdenken nutzen?

Ehe ich hier ins Philosophische abgleite, komme ich lieber zum Ende. So versammeln sich also ganze Familien an virtuellen Spieltischen zu durchaus ungewöhnlichen Tages- und Nachtzeiten - und freuen sich, wenn sie am Ende mehr wissen als ihre Nachbarn.

Und wenn sie sich dann das nächste Mal im wirklichen Leben treffen, haben sie auch sofort einen Gesprächsstoff - sogar wenn noch Uninfizierte mit von der Partie sein sollten. Da kommt dann nämlich recht rasch die Frage auf: Sag mal, kennst Du eigentlich Quiz-Duell?