Aus einem Protokoll des 8. Gautages der Sozialdemokratischen Partei, Gau Nordbayern, der am 16. August 1913 in Nürnberg stattfand, geht hervor, dass die 30 Mitglieder des Trebgaster Ortsvereins im Gründungsjahr 1912 und im ersten Quartal 1913 insgesamt zwei Verwaltungssitzungen, neun Mitglieder- und drei öffentliche Versammlungen durchgeführt haben. Der Chronik ist zu entnehmen, dass durch den beginnenden Ersten Weltkrieg alle politische Arbeit im Ortsverein zum Stillstand kam.

Ab 1919 kämpften die Trebgaster Sozialdemokraten an der "Hungerfront" für eine gerechte Verteilung der knappen Lebensmittel an den "kleinen Mann" und die vielen kinderreichen Familien. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten hatten viele Angst um ihre Freiheit - die Tätigkeit im Ortsverein kam völlig zum Erliegen. Sämtliche Vereinsunterlagen mussten vernichtet werden.

1947 wurde mit 40 Mitgliedern unter Vorsitz von Karl Hübner ein Neuanfang gewagt. Die Genossen hatten in der Nachkriegszeit maßgeblichen Anteil an der politischen und kulturellen Entwicklung ihres Heimatortes. Männer wie Heinrich Bauer als langjähriger Vorsitzender und Hans Hübner als Gemeinderat trugen ab Mitte der 60-er Jahre Verantwortung.

Seit 1996 stellt die SPD in Trebgast mit Siegfried Küspert (1996 bis 2008) und Werner Diersch (2008 bis heute) den Bürgermeister.
Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens fand gestern Abend in der Turnhalle ein Kommers statt. Die Schirmherrschaft hat SPD-Kreisvorsitzende MdL Inge Aures übernommen, die auch die Festrede hielt (ausführlicher Bericht in der Montagsausgabe).
Am Sonntag schließt sich um 10.30 Uhr, ebenfalls in der Turnhalle, Am Weiherweg 6, ein öffentliches Treffen des SPD-Kreisverbands an, zu dem die Bevölkerung eingeladen ist. Als Hauptredner konnte der Landesvorsitzende der Bayern-SPD, MdB Florian Pronold, gewonnen werden.
Das Blechbläserquartett des Musikvereins Ludwigschorgast wird diese Veranstaltung ausgestalten. hd