Am Ende standen stolze 22 Siege, zwei Remis und nur zwei Niederlagen mit einem fast sensationellen Torverhältnis von 127:21.

Nach der Begrüßung durch Vorsitzenden Richard Ultsch hielt sportlicher Leiter Gerhard Leinfelder die Laudatio auf die Mannschaft. Er erinnerte noch einmal an die Ausgangspostion: Die Reserve des TSV war im Spielkreis Bamberg/Bayreuth/Kulmbach als Vorletzter in die B- Klasse abgestiegen. Extrem weite Fahrten zermürbten die Truppe, der Wechsel in den Spielkreis Hof mit vielen Spielen vor der Haustüre sollte sich in organisatorischer Sicht als Glücksfall erweisen.


Personeller Glücksfall


Dazu kam noch ein personeller Glücksfall: Mit dem ehemaligen Spieler Daniel Färber konnte ein Spielertrainer verpflichtet werden, der in kürzester Zeit Aufbruchstimmung verbreitete. Die Reservemannschaft gestaltete am Freitag sogar ein eigenes, gut besuchtes Training. Mit diesen Voraussetzungen setzten die sportlichen Erfolge sofort ein: Zu Beginn gab es sechs Siege in Folge, ehe der Hochmut zuschlug: Zwei Niederlagen in kurzen Abständen ließen die Truppe wieder Bodenhaftung bekommen.

"Das hat gewirkt", so der sportliche Leiter, denn auch die Wintervorbereitung war gut besucht. Im neuen Jahr gab es in zehn Spielen zehn Siege, sogar beim schärfsten Konkurrenten, dem FC Höllental II, gab es mit 6:0 einen Kantersieg für die Pressecker. Damit war die Meisterschaft perfekt. "Daran hat Daniel Färber großen Anteil", so Leinfelder. Mit seiner konsequenten, erfolgsorientierten Art habe er neue Maßstäbe für eine Reservemannschaft im Verein gesetzt.


T-Shirts und ein Foto


Leinfelder übergab nach der Laudatio an jeden Spieler eine eigens gestalteten, hochwertigen Meisterschafts T- Shirt und einen Mannschaftsfoto.

Besondere Anerkennung erfuhr das Engagement von Steven Frank. Zum einen schloss er die Serie mit 34 Treffern in 16 Spielen als überlegener Torschützenkönig der Liga ab, zum anderen betrieb er einen großen Aufwand um an den Spielen der TSV Reserve teilzunehmen. Frank absolviert zur Zeit eine Ausbildung in Dresden, ist aber zu den Spielen immer nach Presseck gefahren. "Das ist vorbildliche Vereinstreue und verdient besondere Anerkennung", so Färber. Für seine Torjägerqualitäten bekam er eine Erinnerungsgeschenk.

"Guter Zusammenhalt ist die Basis eures Erfolges gewesen", würdigte Peter Müller, stellvertretender Leiter der Schiedsrichtergruppe Hochfranken, die Leistung der Pressecker Reserve "Meister ist Meister, da spielt die Liga keine Rolle. Wer am Ende vorne ist, hat im Rahmen seiner Möglichkeiten Großartiges geleistet".


Größen M und L statt XXL


Stellvertretender Bürgermeister Stefan Sigmund übermittelte die Glückwünsche der Marktgemeinde und des Landrats und verwies auf die mittlerweile erheblich gestiegene sportlichen Anforderungen an Reservemannschaften. "Das sieht man auch schon bei der Übergabe der Meisterschafts T- Shirts. Während früher im Reservebereich die Größen XXL und XL Vorrang hatten, dominieren heutzutage die Größen M und L, die Spieler sind meistens schon beachtlich durchtrainiert."

Eine Lanze für die Reservemannschaft brachen auch die beiden ehemaligen Vorsitzenden Wolfgang Krügel und Andreas Schröder: Eine Reservemannschaft sei für einen Verein insbesondere aus strategischer Sicht sehr wichtig: Wenn Sie dann noch sportlichen Erfolg hat, ist es für einen kleinen Landverein was ganz besonderes, so die beiden ehemaligen "Präsidenten".