"Die Gemeindearbeit ist für mich eine ganz neue Erfahrung. Aber ich freue mich sehr darauf!" Pfarrer Christian Pohl ist beim Gottesdienst am Sonntag in Wonsees offiziell als Interimspfarrer eingeführt worden.
In seiner Vorstellung berichtete er insbesondere von seiner Arbeit in Tansania und bei der Mission Eine Welt, für die er seit einigen Jahren tätig ist.


Mittwochs im Pfarramt


Dass Pohl als Vakanzpfarrer des Kirchenkreises Bayreuth eingesetzt ist, bedeutet, dass die Pfarrstelle auch weiterhin ausgeschrieben bleibt. Der Seelsorger wird die Geschäfte nur so lange leiten, bis ein neuer Pfarrer oder eine Pfarrerin gefunden ist. Christian Pohl wird weiterhin mit seiner Familie - Ehefrau und zwei Söhne - in Bayreuth wohnen bleiben, jedoch regelmäßig nach Wonsees kommen, um hier seinen Gemeindedienst zu verrichten.

Am Mittwochvormittag wird er generell im Pfarramt zu finden sein, die weiteren Anwesenheitszeiten richten sich nach den Terminen, die sonst so in der Gemeinde anstehen und variieren daher.

Als Willkommensgeschenk erhielt Pohl ein Schälchen der Töpferei Noë aus Thurnau mit dem Spruch "Man muss immer etwas haben, auf das man sich freut".

Der Interimspfarrer betonte, er werde, dank der Schale aus einem Grund mehr, schon morgens zum Frühstück an Wonsees denken.

Zum Einführungsgottesdienst durfte sich Christian Pohl über eine voll besetzte Kirche freuen. Die Zusammenlegung mit der Jubelkonfirmation gab der Einführung einen würdigen und feierlichen Rahmen.


Ankerplatz im Glauben


Und die Predigt, die Pfarrer Thomas Oehmke aus Krögelstein hielt, passte ebenfalls auf beide Ereignisse. Oehmke betonte, wie wunderbar es sei, dass Menschen zusammenkommen, die in verschiedenen historischen Zusammenhängen alle ihren Ankerplatz im Glauben gefunden haben.

Bei der Jubelkonfirmation kam Konfirmanden aus den Jahrgängen 1945, 1950, 1955, 1965 und 1990 in Wonsees zusammen. Sie gingen zum Tisch des Herrn, als die Schrecken des Krieges gerade hinter den Menschen lagen, als die Amerikanisierung um sich griff, die Emanzipation sich breit macht oder die deutsche Wiedervereinigung gefeiert werden konnte.


Historische Hintergründe


Jeder Konfirmand habe einen besonderen historischen Hintergrund, in dem er seine Konfirmation feiern durfte. "Entscheidend ist die Einstellung zum Leben,", so Pfarrer Oehmke. "Es kommt immer auf den Blickwinkel an und darauf, dass wir Dankbarkeit empfinden."

In Vertretung von Dekanin Martina Beck nahm Pfarrerin Sabine Winkler an dem Gottesdienst teil und segnete Pohl und seine Arbeit in Wonsees.