Die Feier zur Osternacht der Evangelischen Christusgemeinde begann in diesem Jahr etwas anders, nämlich mit einem Treffpunkt an der neuen Urnenstele im Friedhof. Um die dort versammelten Christen brannte das Osterfeuer und Pfarrer Ulrich Böhm sprach auch ein Gebet. Gemeinsam marschierte man über die Wiesenstraße zur Christuskirche und hier zog Pfarrer Böhm mit der Osterkerze und den Konfirmanden in das dunkle Gotteshaus ein.

Seit langem kam es wieder zu einer Taufe in der Osternacht: Helene Kögel aus Hegnabrunn wurde von Pfarrer Ulrich Böhm im Beisein ihrer Eltern Wolfgang und Alexandra Kögel sowie der Taufpatin Barbara Kögel getauft. Die Taufe wertete Pfarrer Böhm auch als ein Zeichen dafür, dass man ein neues Leben von Jesu bekomme. Die Osternacht war früher der erste Tauftermin der Christenheit. Den feierlichen Gottesdienst umrahmte der Singkreis unter der Leitung von Hanns-Jörg Schmidt musikalisch.

Pfarrer Ulrich Böhm freute sich, in der Osternacht mit Helene Kögel einen jungen Menschen taufen zu können: "Gott sagt ja zu ihr und er möchte, dass sie in Jesus Christus sein Kind ist und im Glauben an ihm lebt. Darum segnen wir es mit dem Kreuzeszeichen." Pfarrer Böhm stellte den Eltern und der Taufpatin die Tauffragen und als Taufspruch hatte die Eltern auserwählt: "Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer." Dieser Taufspruch ist eigentlich ein schlechtes Beispiel, denn an Ostern ist gerade ein Felsblock gewichen. Pfarrer Böhm: "Ich dachte mir, dass ist eher ein Spruch, der weist uns auf den Karfreitag hin, nämlich auf die Gnade und das ist auch die zentrale Botschaft dieses Taufspruchs."

Pfarrer Ulrich Böhm lud am Schluss der Osternachtsfeier noch zum gemeinsamen Osterfrühstück in das Gemeindezentrum ein und vor dem Segen stimmten Singkreis und Gemeinde noch zu dem Kanon "Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden!" ein.