Die Erneuerung der Höchstspannungsleitung - der sogenannte Ostbayernring - von Redwitz nach Schwandorf sorgt nicht nur in Neuensorg für Diskussionen. Denn das Projekt betrifft auch die Gemeinde Mainleus. Die Tennet TSO GmbH plant parallel zur Bestandsleitung einen Neubau, der den Markt im Bereich des Ortsteils Schimmendorf tangiert. Doch statt dominante Masten zu errichten, sollen die Leitungen unter die Erde. Darüber waren sich der Gemeinderat und der Schimmendorfer Ortssprecher Siegfried Münch einig.

Auch der Kreisausschuss habe sich schon intensiv mit dem Thema befasst und sich für eine unterirdische Verkabelung ausgesprochen, berichtete Bürgermeister Dieter Adam (FW) in der Sitzung am Montagabend.

Nachdem die Pläne der Tennet nur sehr grob sind, nahm der Gemeinderat die Unterlagen lediglich zur Kenntnis. Das Unternehmen soll aufgefordert werden, detaillierte Ausarbeitungen vorzulegen. "Bei den derzeitigen Plänen sieht man nur einen Strich durch die Landschaft", erläuterte der Bürgermeister den Hintergrund.


Nur ein Antrag ging ein

Beim laufenden Raumordnungsverfahren für den Ersatzneubau der Höchstspannungsleitung konnten Wünsche, Anregungen und Bedenken geäußert werden. Bis Ende Januar ging beim Markt dazu nur ein schriftlicher Antrag ein - ein Schreiben von Siegfried Münch.

Der Ortssprecher verwies darauf, dass im Januar eine Versammlung in Schimmendorf stattgefunden habe. Tenor: Auch wenn der Abstand der neuen Trasse etwas größer sei als bei der Bestandsleitung, so verlaufe sie auch nur 100 bis 150 Meter entfernt von den direkt betroffenen Häusern. Die Hälfte des Ortes liege im 400-Meter-Abstandsbereich. Beim gerade erfolgten Bau der "Frankenleitung" hätte die Firma bei solchen Abständen eine Verkabelung im Boden vorgesehen, so Münch seiner der Stellungnahme.

Und Stromleitungen könne man im Gegensatz zu Windrädern unter die Erde bringen.