Die Abgeordneten, Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister, Kammervertreter und auch Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz appellierten in einer Resolution mit "größtem Nachdruck an die Bundesregierung, die Elektrifizierung und den vollständig zweigleisigen Ausbau der Oberfranken-Achse in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufzunehmen".

Die Oberfranken-Achse ist nur auf ihrer westlichen Hälfte von Bamberg beziehungsweise Coburg über Lichtenfels bis Hochstadt-Marktzeuln elektrifiziert. Weiter nach Kulmbach und Bayreuth sowie Hof fehlt der Fahrdraht. Erforderlich ist auch ein zweites Gleis zwischen Marktschorgast und Stammbach, Neuenmarkt-Wirsberg und Schnabelwaid.

Man war sich einig, dass der Ausbau der Oberfranken-Achse zu enormen Verbesserungen im regionalen Bahnverkehr zwischen den Oberzentren führen würde. Er sei aber auch Voraussetzung für den Fernverkehr von Hof bis Frankfurt, für den sich Ober- und Unterfranken gemeinsam einsetzen.

Doch auch die im Herbst in Betrieb gehende Hochgeschwindigkeitsstrecke Nürnberg - Erfurt werde durch aufgewertete Zubringerverbindungen aus dem östlichen Oberfranken vom Ausbau der Oberfranken-Achse profitieren. Landrat Klaus Peter Söllner (FW): "Das Zukunftsprojekt Ausbau und Elektrifizierung der Oberfranken-Achse ist nicht nur für den Zentralraum Kulmbach, sondern für ganz Oberfranken von eminenter Bedeutung."


Metropolregion dabei

Auch Landrat Armin Kroder als Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg und als Sprecher der Interessengemeinschaft Elektrifizierung Nürnberg-Bayreuth/Cheb war zusammen mit Bayreuths Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe eingebunden - und unter deren Dach wurde auch die IG Elektrifizierung Oberfranken-Achse gestern offiziell gegründet und zusammengeführt.

In der gefassten Resolution heißt es unter anderem: "Die Oberfranken-Achse ist die zentrale Schienenverkehrsader für den gesamten Regierungsbezirk Oberfranken." Der Ausbau der Oberfranken-Achse sei ein wichtiger Baustein zur Beseitigung der nordostbayerischen Dieselinsel sowie der Engpässe im Deutschland- und Bayern-Takt und stärke andere Fernverkehrsrelationen. Die Elektrifizierung schaffe die Voraussetzung für die Einbindung der Oberzentren Bayreuth, Hof und Kulmbach in den modernen Schienenfernverkehr.