MdB Sebastian Körber (Forchheim/FDP), der sich am Donnerstag in Untersteinach ein Bild von der aktuellen Lage machte, kommentierte das persönliche Verhalten Ramsauers so: "Schade, ich dachte eigentlich, wir haben nach Stuttgart 21 im persönlichen Umgang mit Bürgersorgen dazugelernt."

Appell an den OB

Zugleich appelliert Körber an den Bayreuther OB Michael Hohl, diese "Demo" nachträglich zu genehmigen, damit den Bürgern keine Strafe wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsrecht droht.
MdB Petra Ernstberger (SPD) aus Marktredwitz äußert sich in einem Schreiben an den Minister ähnlich: "Verwundern muss zudem die Art und Weise, mit der Sie in Bayreuth Vertretern der Bürgerinitiativen für eine Ortsumgehung begegnet sind. In der Berichterstattung regionaler Tageszeitungen ist von Arroganz die Rede, die BI-Vertreter seien von Ihnen regelrecht zurechtgestutzt und abgebügelt worden."
Laut Körber ist die Aufnahme des Projekts in den Investitionsrahmenplan des Bundes erfreulich, aber "angesichts der Bedeutung eines schnellen Baubeginns ungenügend, die Aufnahme der Ortsumfahrung in den Straßenausbauplan des Bundes 2012 sei "zwingend erforderlich". "In diesem Sinne habe ich beim Verkehrsminister interveniert", so Körber, der auch Mitglied im Bundestagsverkehrsausschuss ist.
Petra Ernstberger bat den Minister "zu prüfen, ob die Finanzierung der Ortsumgehung Untersteinach nun aus dem regulären Bundeshaushalt finanziert werden kann. Durch das so genannte Infrastrukturbeschleunigungsprogramm dürfte schließlich neuer Spielraum für den Bau von Ortsumgehungen entstehen, die nicht in diesem Programm enthalten sind.