Es war ein gemeinsamer Kraftakt von Lehrern, Gemeinde, Eltern und Schülern, aber nun ist es endlich geschafft: Im Pausenhof der Neudrossenfelder Friedrich-von-Ellrodt-Schule sind zwei Motorik-Segmente aufgestellt worden. Es handelt sich dabei um einen rund vier Meter hohen Kletterturm - den "Klettermaximus" und einen Parcours mit Brettern und Seilen, über den man in der Horizontalen klettern kann.

Kosten: knapp 14 000 Euro

Die Kosten von knapp 14 000 Euro werden zur Hälfte von der Gemeinde übernommen. Der Rest wird von Förderverein und Elternbeirat der Grund- und Mittelschule geschultert. Auch die Schülerschaft hat bei der Frage, welches Spielgerät genau angeschafft werden soll, mitgeredet. "Wir sind total froh und dankbar, dass wir auch gefragt worden sind und die Erwachsenen nicht einfach irgendetwas angeschafft haben", sagt die 13-jährige Schülersprecherin Shanice Thorpe. "Wir wollten etwas mit einer richtigen Herausforderung und auch etwas, an dem sich vor allem die kleineren Schüler messen können."

"Das war schon aufregend"

Die Rechnung ging auf. Daniel Voit aus der Klasse 4a, Nickolas Ott aus der 3a und die beiden Zweitklässler Anna Kilian und Simon Gradel gehören zu den ersten, die die Spielgeräte in Beschlag nehmen. Alle vier sind begeistert. "Ich habe den Kletterturm mit ausprobiert, um zu testen, ob alles richtig hält, das war schon aufregend," so Nickolas. "Es hat alles funktioniert, und es macht riesig Spaß." Daniel ergänzt: "Jetzt werden die Pausen noch viel besser!"
Schulleiterin Anja Buchdrucker freute sich über die wichtige Anschaffung. "Heute ist für unsere Schule fast so etwas wie Weihnachten", betonte sie. Bürgermeister Harald Hübner freute sich über die gute und effektive Zusammenarbeit aller Parteien. Auch stellvertretender Landrat und Altbürgermeister Dieter Schaar, der Gründungsmitglied des Fördervereins der Schule ist, nahm an der feierlichen Enthüllung der Spielgeräte teil. Den kirchlichen Segen spendete Pfarrer Feldhäuser. Auch Vertreter des Elternbeirats, des Fördervereins und des Obst- und Gartenbauvereins zeigten ihre Verbundenheit.
Neben den Spielgeräten wurde in der Schule auch ein sogenanntes Wunschfenster vorgestellt. Darauf sind Anliegen der Kinder aufgeklebt, die von der Schule selbst nicht erfüllt werden können.

Wer spielt die gute Fee?

Bürger sind nun aufgerufen, sich die Zettel durchzulesen und gegebenenfalls als gute Fee zu fungieren. "Unter den Wünschen sind zum Beispiel Traktor fahren oder auch klettern, aber auch ein paar größere Sachen", so die Schulleiterin. "Wer einen Beitrag leisten kann, tut den Kindern einen riesigen Gefallen."