Für die Trebgaster Schauspieler war es ein Spagat, den sie aber mit Bravour meisterten: Denn obwohl sich alle Akteure bereits in der heißen Probenphase für die neue Spielzeit befinden - manche wirken sogar in zwei Stücken mit - müssen sie noch einmal den Text vom letzten Jahr abrufen und ins Gedächtnis zurückholen.

Das Staatstheater besteht in der heutigen Form seit 1929 und wird derzeit von der hauptamtlichen Direktorin Gina Talafantova und einigen fest angestellten Mitarbeitern geführt. Zehn bis elf aktive Mitglieder zählt die tschechische Amateur-Theatergruppe, die sich zum größten Teil aus Lehrerinnen und Lehrern aus Franzensbad und Eger rekrutiert. Regisseur Jiri Cingros, ein inzwischen pensionierter Lehrer, inszeniert vier Stücke: Meistens amerikanische, englische, französische und skandinavische Komödien, die das ganze Jahr hindurch zweimal im Monat aufgeführt werden. "Die Zeit ist bei uns so kompliziert, da haben die Leute keine Lust, etwas Ernstes zu hören. Wenn sie ins Theater gehen, wollen sie etwas Lustiges sehen", begründetet Jiri Cingros diese Auswahl. Jedes Jahr wird ein neues Stück einstudiert, das am längsten gespielte fällt dann weg. Ergänzt wird das Programm durch musikalische Gastspiele von Künstlern, die meistens aus Prag kommen.

Bei einem gemütlichen Zusammensein nach der Vorstellung wurden Erinnerungsgeschenke und erste Gedanken ausgetauscht, wobei das eine oder andere sprachliche Hindernis mit einem Glas Becherovka hinweggespült wurde. Vorsitzender Siegfried Küspert war überrascht vom guten Besuch des Gastspiels. "Ich hoffe, dass sich daraus eine langjährige Partner- und Freundschaft entwickelt."

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