Er ist ein Vorzeigeunternehmer: mit seinen nunmehr 80 Jahren steht Fritz Unkauf noch täglich in seinem Betrieb, der Stahl- und Maschinenbau GmbH Unkauf. Früh der Erste und abends der Letzte. Der gebürtige Kauerndorfer konnte in den letzten Tagen seinen 80. Geburtstag feiern und mit ihm auch zahlreiche Freunde und Bekannte.

Bürgermeister Stephan Heckel-Michel (CSU) überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde Ködnitz und würdigte dabei vor allem das kommunalpolitische Wirken von Fritz Unkauf, der von 1966 bis 1971 Gemeinderat und Zweiter Bürgermeister der ehemals selbstständigen Gemeinde Kauerndorf war. 1975 rückte Unkauf für Hans Nützel in den Gemeinderat Ködnitz nach, dieses Ehrenamt bekleidete der Jubilar bis 1984.

Großes Engagement hat Fritz Unkauf auch in Vereinen an den Tag gelegt. So war er 32 Jahre Kassier der Feuerwehr Kauerndorf und ist langjähriges Mitglied im Gesangverein "Fidelia" Kauerndorf.

Fritz Unkauf hat die heutige Stahl- und Maschinenbau GmbH Unkauf aus kleinsten Anfängen heraus entwickelt. Das Schmiedehandwerk erlernte er in Kulmbach bei der damaligen Firma Weiß, anschließend arbeitete Unkauf noch zehn Jahre bei der Kulmbacher Firma Ziehmann Fahrzeugbau. 1964 legte er die Meisterprüfung als Schmiedemeister ab und 1967 übernahm Unkauf die Dorfschmiede seines Vaters als Ein-Mann-Betrieb und entwickelte daraus mit zahlreichen Baumaßnahmen unmittelbar an der B 289 ein erfolgreiches, mittelständiges Unternehmen mit derzeit 35 Mitarbeitern.

Aus dem kleinen Handwerksbetrieb wurde im Laufe der Jahre ein Industriebetrieb, der mit Zulieferarbeiten groß wurde. Der Betrieb wurde ständig auch baulich erweitert, die letzte Baumaßnahme wurde vor der Wende im Jahr 1989 abgeschlossen. Drei Jahre später wurde das 25-jährige Bestehen gefeiert.


"Ich muss also weitermachen"

Neben den Zulieferarbeiten für zwei größere Maschinenbau-Unternehmen ist die Bauschlosserei nach wie vor ein gutes Standbein der Stahl- und Maschinenbau GmbH Unkauf, die auch über einen modernen Maschinenpark verfügt. Dennoch ist Fritz Unkauf ein Unternehmer der alten Garde geblieben, ein bodenständiger Handwerker eben: "Wer ein Drum braucht, kommt zu uns, ob jetzt Kollegen, Bauern, die Brauerei oder die Mälzereien. Und wir geben auch einem Privatmann ein Eisen, wenn er es braucht. Das kostet natürlich auch ein wenig Zeit, aber wir machen es ja gern."

Und was dem Jubilar besonders am Herzen liegt, das ist der Fortbestand seines Unternehmens: "Es sind Verhandlungen im Gange und wir haben auch eine private Stiftung gegründet. Es ist einfach mein Bestreben, dass die Stahl- und Metallbau GmbH Unkauf weiterläuft und wahrscheinlich wird das Unternehmen mit den eigenen Leuten weiter betrieben."

Ein Problem hat er derzeit noch, denn der jetzige Geschäftsführer wird im kommenden Jahr in den Ruhestand gehen: "Ich muss also noch ein wenig mitmachen, denn der dafür vorgesehene Nachfolger muss dann soweit sein, dass er die Arbeit übernehmen kann."