Alles Glück der Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde? Für mich trifft das hundertprozentig zu. Schon als kleines Mädchen haben mich Pferde fasziniert. Als Kindergartenkind fing ich gemeinsam mit meiner großen Schwester Victoria mit dem Voltigieren im Reitverein Seidenhof an. Dort hatten wir viele Jahre regelmäßig Unterricht, und waren immer voll motiviert.

Aber irgendwann hatten wir dann keine Zeit und auch keine Lust mehr dazu, und verhältnismäßig teuer war es ja auch. Ich wollte nicht mehr "nur turnen" auf dem Pferd, sondern richtig reiten lernen. Für den Reitunterricht im Verein gab es allerdings monatelange Wartelisten, aber ich wollte nicht so lange warten.


Crispy und die ersten Versuche


So hörten wir uns in unseren Bekanntenkreis um, ob es jemanden gibt, der ein Pferd hat und mir etwas Reitunterricht geben könnte, bis ich auf der Warteliste nachrutsche. Wir fanden Tamara, eine Arbeitskollegin meines Papas, und ihre Haflingerstute Crispy, mit der ich meine ersten Reitversuche, natürlich an der Longe, unternehmen durfte.


Viel gelernt, Prüfung geschafft


Im vergangenem Sommer ging dann ein großer Traum in Erfüllung: Gemeinsam mit meiner Freundin Xenia durfte ich eine ganze Woche Ferien auf einem Reiterhof in Dinkelsbühl verbringen. Dort hatten wir mehrmals täglich Reitunterricht und lernten auch alles, was man sonst so über die Arbeit mit Pferde und ihre Pflege wissen muss. Den Abschluss der Woche bildete eine Prüfung, die ich bestand. Stolz nahm ich mein Reitabzeichen entgegen.

Nach der Woche Dinkelsbühl war mir klar , dass ich regelmäßig mit dem Reitsport weitermachen will. Aber wo? Tamara bot mir an, auf Crispy weiterzuüben. Dies nahm ich natürlich sehr gerne an, da Crispy ein ganz liebes Pony ist und auch Tamara mir viele Tipps und Tricks im Umgang mit dem Pferd zeigte.

Und dann kam die Gelegenheit, von der ich schon länger träumte: ein Pflegepferd. Im Internet stieß ich auf eine Anzeige, die genau zu mir passte. Ich lernte Nadine kennen, die jemanden suchte, der sich ab und zu um ihre Paintmix-Stute Conchita kümmern wollte. Schon nach dem ersten Treffen schloss ich beide sofort in mein Herz. Inzwischen darf ich mich selbstständig um Conchita kümmern.

Am Anfang versuchte ich erst einmal, Vertrauen zum Pferd aufzubauen, was prima funktionierte.


Immer etwas Neues ausprobieren


Durch dieses Vertrauen kann ich mit einem guten Gewissen auch raus in die Natur. Oder das Pferd auch einmal in der Halle oder auf dem Reitplatz arbeiten lassen. Pferde lieben es nämlich, neue Sachen auszuprobieren. Und auch uns Reitern schadet es nicht, mal wieder etwas Neues mit unseren "Kollegen" zu versuchen.

So ein Ausritt über Felder, schöne bunte Blumenwiesen und durch Wälder ist auch etwas sehr Schönes. Natürlich spielt die Bewegung eines Pferdes eine sehr große Rolle, dennoch sollte man die Pflege nicht vernachlässigen. An heißen Sommertagen tut den großen, schweren Vierbeinern nach der Arbeit auch mal eine kalte Erfrischung mit dem Gartenschlauch gut.

Auch die erfahrene Nadine nimmt sich ab und zu mal eine Reitstunde bei einer professionell ausgebildeten Reiterin, wovon auch ich profitieren kann, da ich an der Reitstunde auch ab und zu mitmachen darf. Das ist dann immer sehr anstrengend, aber trotz der vielen Arbeit, ist und bleibt Reiten mein größtes Hobby.