Von Emden in Ostfriesland fanden die Kolosse den 850 Kilometer langen Weg nach Oberfranken. Die Fahrer der Schwertransporte quälten sich rückwärts von der Kreuzung an der B 303 bis zur Hauptstraße durch den Kurort und nahmen dann erfolgreich die Hürde zwischen dem Rathaus und dem Landgasthof Hereth.

Um 1 Uhr rollte der erste Schwertransport von der Autobahnausfahrt Himmelkron kommend an. Nach einer halben Stunde waren die aufwendigen Rangierarbeiten abgeschlossen, denn da war der Lkw schon wieder zur Abladestelle bei der neuen Windkraftanlage oberhalb von Sessenreuth unterwegs. Eine knappe Stunde später folgten die nächsten beiden Transporte im Konvoi, und auch diese wurden ohne Probleme durch den Ort und weiter nach Sessenreuth gelotst. "Alle drei Fahrzeuge hintereinander fahren zu lassen, das war einfach zu heiß. Wir mussten erst sehen, ob es klappt", erläuterte Steffen Hamann vom Schwertransportunternehmen aus Magdeburg.

Zwischen 23 und 1 Uhr waren die Schwertransporte bei der Marktgemeinde angekündigt. Auch Bürgermeister Hermann Anselstetter machte sich persönlich ein Bild davon, dass alles reibungslos funktioniert.

Für die Mitarbeiter des Transportunternehmens ist es aber allein mit Fahren und Rangieren nicht getan. Es beginnt schon damit, dass die Polizeiinspektion Stadtsteinach auf der Lkw-Spur an der Autobahnausfahrt Gefrees die Fahrzeugpapiere überprüft. Polizeihauptmeister Stefan Hofmann: "Wir prüfen die Fahrerlaubnis und die Genehmigungen für den Schwertransport und messen die Länge, Breite und Höhe des Transports nach. Wir schauen uns aber auch die Lenkzeiten an." Hofmann, der auch in Wirsberg mit weiteren Polizeibeamten vor Ort war, war zudem ständig mit dem Lkw-Fahrer per Funkgerät verbunden.

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