Die Zahl der Einsätze in der sozialen und wirtschaftlichen Betriebshilfe war zwar ganz leicht rückläufig, aber in der Summe kamen mehr Einsatzstunden zusammen. Der Maschinen- und Betriebshilfering Kulmbach konnte deshalb bei seiner Jahresversammlung am Montagabend erneut auf ein positives Jahr zurückblicken. Ein wichtiger Punkt dabei: Nach dem Ausscheiden einer der festen Dorfhelferinnen sucht der Ring eine aktive Dorfhelferin in Festanstellung. Interessierte Damen können sich in der Geschäftsstelle in der Konrad-Adenauer-Straße 4 informieren.

Positive Bilanz für 2013

"2013 ist aus unserer Sicht nicht schlecht gelaufen", sagte Vorsitzender Andreas Textores. Ein wichtiges Ziel der Arbeit sei es, die vielen landwirtschaftlichen Betriebe zu stärken und damit zu deren Erhalt beizutragen. Dabei seien 2013 nicht nur haupt- und nebenberufliche, sondern auch selbstständige und über die Personaldienste GmbH angestellte Betriebshelfer in Kulmbach beschäftigt worden. "Die Nachfrage ist da", so Geschäftsführer Werner Friedlein. Dem Ring gehe es auch darum, Existenzen im ländlichen Raum zu sichern. Wie das Beispiel einer beschäftigten Kindergärtnerin zeigt, müsse es dabei nicht immer nur um landwirtschaftliche Betriebe gehen.

Nach den Worten Friedleins hat der Maschinen- und Betriebshilfering Kulmbach aktuell 883 Mitglieder, 16 weniger als im Jahr zuvor. Bei 880 landwirtschaftlichen Betrieben entspreche dies einem Organisationsgrad von über hundert Prozent, was freilich nur rechnerisch geht und in Wirklichkeit daran liegt, dass bei den Mitgliedschaften Landkreisgrenzen nicht immer so genau genommen werden.

Wertschöpfung vor Ort

Das Engagement für den ländlichen Raum zeichne den Maschinenring immer wieder aus, sagte Kulmbachs Dritter Bürgermeister Frank Wilzok. Wertschöpfung vor Ort generieren und regionale Kreisläufe schaffen, das sei die unschlagbare Idee der Maschinenringe, so Landrat Klaus Peter Söllner (Freie Wähler). Nach den Worten des Landtagsabgeordneten Ludwig von Lerchenfeld (CSU) sollte es aber auch immer das Ziel der Selbsthilfeeinrichtung sein, die Kosten für die Betriebe zu reduzieren. Mit seiner Arbeit für den ländlichen Raum, auch außerhalb der landwirtschaftlichen Betriebe, habe der Kulmbacher Maschinenring die Zeichen der Zeit erkannt und nehme wieder einmal eine Vorreiterrolle ein, sagte BBV-Kreisobmann Wilfried Löwinger.

In seinem Hauptreferat kam Hermann Hofmann, der stellvertretende Leiter der Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Bayreuth, zu dem Schluss, dass der Pflug in unseren Breiten künftig viel restriktiver eingesetzt und viel öfter weggelassen werden kann als bisher. Allerdings seien gerade in Oberfranken die Böden so unterschiedlich beschaffen, dass der Pflug nicht generell durch andere Lockerungswerkzeuge ersetzt werden kann. Deshalb werde die jahrtausendalte Technik des Pflügens auch im High-Tech-Zeitalter nicht aussterben.