Der Markt hat beim Landratsamt Anträge auf Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfe eingereicht. Diese seien von der Aufsichtsbehörde befürwortend an die Regierung von Oberfranken weitergereicht worden, berichtete Bürgermeister Franz Uome in der Ratssitzung am Mittwochabend.
Uome freute sich, dass das Landratsamt den Konsolidierungswillen des Marktes positiv anerkannt und sich Landrat Klaus Peter Söllner persönlich für die Anträge eingesetzt hat.

Als Bedarfszuweisungen sind der Haushaltsfehlbetrag von 2013 in Höhe von 95 000 Euro und die Summe für den Haushaltsausgleich 2014 von 450 000 Euro beantragt. Zudem wird eine Stabilisierungshilfe in Höhe der freiwerdenden Darlehen von 770 000 Euro gewünscht. Zur Begründung verwies der Markt Marktleugast auf die großen Investitionen (Feuerwehr, Straßenbau, Abwasserbereich und Wasserversorgung), die aus eigenen Mitteln nicht getragen werden könnten.

Der Bürgermeister ließ nicht außen vor, dass Voraussetzung für einen Erfolg der Anträge die Ausschöpfung sämtlicher Einnahmemöglichkeiten ist.

Straßenausbausatzung, Steuern

Das beinhalte die Erhebung von kostendeckenden Gebühren bei der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung ebenso wie der sonstigen kostenrechnenden Einrichtungen. An den Landesdurchschnitt anzugleichen sind die Grund- und Gewerbesteuern. Weiterhin gelte es, eine Straßenausbaubeitragssatzung zu verabschieden, und es dürften keine überdurchschnittlich hohen freiwilligen Leistungen gewährt werden.

Bereits im Antrag hat der Markt als erste Maßnahmen die Anhebung der Grundsteuerhebesätze von 280 auf 325 sowie der Gewerbesteuer von 300 auf 325 Prozentpunkten genannt. Einstimmig abgesegnet habe der Finanzausschuss auch, dass der seit 2008 gewährte Zuschuss zum Elternbeitrag für Kindergartenkinder ab 1. September 2014 ausgesetzt wird. Auch werde für die Dorferneuerung Steinbach kein Ansatz im Haushalt 2014 enthalten sein.