Der Ausbau des digitalen Netzes macht auch vor Wonsees nicht halt. Der gesamte Ortsbereich ist bereits mit Breitband versorgt, jetzt sollen auch noch die Fördermittelreste in Höhe von 72 000 Euro verbraucht werden. Deshalb möchte der Markt ein zweites Verfahren einleiten - speziell für drei Anwesen im Bereich Schlötzmühle.
"Das Planungsbüro Reuther ist der festen Überzeugung, dass es sich nicht lohnt, dort ein weiteres Gehäuse aufzustellen", sagte Werner Hofmann von der Verwaltung in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die Experten würden empfehlen, "für diesen Bereich 100 Megabit im Download zu fordern".

Die Räte gaben einstimmig grünes Licht für den Restausbau, bewilligten das Erschließungsgebiet Schlötzmühle und fassten den Beschluss, ins Auswahlverfahren einzusteigen. Allerdings behielten sie es sich vor, das Verfahren jederzeit stoppen zu können, wenn die Kosten die Fördergrenze übersteigen.


Hohe Folgekosten


Weniger aufgeschlossen dagegen zeigte sich der Markt Wonsees, was die Einrichtung sogenannter WLAN-Hotspots angeht. Derzeit bietet der Freistaat Bayern ein Förderprogramm an, über das die Einrichtung von bis zu zwei solcher Hotspots mit je 2500 Euro unterstützt würde. "Mit dem Einrichtungspreis von 2500 Euro würden wir wahrscheinlich hinkommen, wenn wir einen Hotspot am Marktplatz einrichten.

Aber die laufenden Kosten müssen von der Kommune selbst getragen werden", erklärte Werner Hofmann. Möglicherweise müsse ein separater DSL-Anschluss verlegt werden, weil über den bestehenden Anschluss auch die Daten des Rathauses laufen - und dies dann rechtlich nicht möglich sei.


Alles nur "Schnick-Schnack"?


"Man kann mit laufenden Kosten zwischen 50 und 70 Euro im Monat rechnen", erklärte Hofmann. Für den Fall, dass sich die Räte für einen Hotspot entscheiden sollten, schlug er einen Ortstermin mit Fachleuten vor.
"Das sind fast 1000 Euro im Jahr. Ich wüsste wirklich nicht, wofür wir das brauchen und wer diesen Hotspot nutzen soll", monierte Gerhard Unger. Er gab zu bedenken, dass die meisten Handynutzer ohnehin Flatverträge haben. Auch Martin Hupfer hielt den geplanten Hotspot für "Schnick-Schnack".

Die Räte wandten sich an Wolfgang Schleicher, der auch im Fränkische-Schweiz-Verein aktiv ist. "Ich nutze es nicht", antwortete der.

Schließlich wurde die Entscheidung, ob solch ein Hotspot in Wonsees eingerichtet werden solle, vertagt. Eine zeitliche Begrenzung für das Förderprogramm gibt es nicht. In Sanspareil ist ein solcher Hotspot vorhanden. Der Markt Kasendorf plant einen am Marktplatz.


Gemeinderat in Kürze


Bauantrag Keine Einwände hatte der Marktgemeinderat Wonsees gegen den Bauantrag von Oliver Hacker und Monika Branczyk, die in Sanspareil ein Einfamilienhaus errichten wollen. Da das Grundstück am Ortsrand liegt, war der Erlass einer Einbeziehungssatzung notwendig. Das Verfahren war aufwendig und langwierig, letztlich erhoben aber keine Bürger Einwände. Um die Lärmgrenzwerte einzuhalten, wird das Ortsschild versetzt.

Teich Die seit vielen Jahren bestehende Fischteichanlage in Sanspareil darf auch in Zukunft betrieben werden. Die Wonseeser Marktgemeinderäte erteilten eine unbefristete wasserrechtliche Erlaubnis für den Nutzer aus Bayreuth.

Öffnungszeiten Der Vollzug des Ladenschlussgesetzes war eine reine Formsache. Vom 26. März bis 24. Dezember dürfen an Sonn- und Feiertagen bestimmte Waren wie Blumen, Brötchen, Devotionalien, Milch und ähnliches in Wonsees verkauft werden.