Die Diakonie Sozialstation Mainleus hat seit geraumer Zeit in der Stettiner Straße in einer ehemaligen Arztpraxis ein neues Domizil. Nun hatte der Diakonieverein mit Pfarrer Michael Schäfer zu einem "Tag der offenen Tür" eingeladen.


Bibelvers als Motto

Damit eröffnete sich die Möglichkeit, sich vor Ort über das vielfältige Leistungsanbot der Sozialstation nicht nur zu informieren, sondern sich auch ein Bild von den Räumlichkeiten zu machen. Mit dem Bibelvers "Haltet ein festliches Mahl und trinkt süßen Wein" (Buch Nehemia) hatte man den Tag auch unter ein christliches Motto gestellt. Träger der Sozialstation ist der Diakoniverein der Kirchengemeinden von Mainleus, Buchau, Gärtenroth, Schwarzach, Veitlahm und Willmersreuth.
Pfarrer Michael Schäfer, zugleich Vorsitzender des Diakonievereins Mainleus, freute sich über zahlreiche Gäste. Die Diakonie Sozialstation Mainleus bietet häusliche Alten- und Krankenpflege an. Angehörige werden durch die Betreuung pflegebedürftiger Familienmitglieder oder Freunden so in Anspruch genommen, dass ihnen für persönliche Pflichten und Wünsche keine Zeit mehr bleibt. Zudem fehlen oft das medizinische Wissen und Fähigkeiten einer optimalen Versorgung zuhause. Das Ziel der Sozialstation ist es, den Klienten und seinen Angehörigen die Unterstützung zukommen zu lassen, die es ihnen ermöglicht, die Versorgung solange wie nur möglich im häuslichen Umfeld zu erhalten.
Die Mainleuser Sozialstation ist für alle pflegebedürftigen Bürger da. Die Leistungen beschränken sich auf die Pflegeleistungen nach dem SGB XI, die häusliche Krankenpflege nach SGB V, Leistungen der Verhinderungspflege, Leistungen der Haushaltshilfe, Betreuungs- und Ersatzleistungen sowie Hauswirtschaftliche Hilfen und jegliche Beratung zum Thema Pflege und Versorgung.
Die Diakonie Mainleus beschäftige nur qualifiziertes Fachpersonal, um eine maximale Pflegequalität zukommen zu lassen. Die derzeit 13 "helfenden Engel" seien 365 Tage im Jahr im Einsatz. Pfarrer Michael Schäfer würdigte die segensreiche Arbeit der Sozialstation und stellvertretend für das gesamte Personal stellte er die Arbeit der Pflegedienstleitung mit Pamela Wiesmann und ihren Stellvertreter Christopher Heybach heraus.
Bürgermeister Robert Bosch verwies in seinem Grußwort darauf, dass derzeit 2,63 Millionen Deutsche pflegebedürftig sind: "1,86 Millionen werden zu Hause versorgt, durch Angehörige oder zusammen mit oder vollständig durch ambulante Pflege. Ich sage Niemandem etwas Neues, wenn ich darauf verweise, dass die Menschen heutzutage ein immer höheres Alter erreichen und dass somit immer mehr Ältere unter uns leben. Die Seniorinnen und Senioren bleiben länger als früher gesund, geistig rege und aktiv. Sie können aus ihrer dritten Lebensphase noch viel machen. Doch je älter ein Mensch wird, desto wahrscheinlicher ist auch, dass er mit Gebrechlichkeiten zu tun haben und pflege- oder zumindest unterstützungsbedürftig wird."


Nachfrage steigt

Den "Tag der offenen Tür" verband der Bürgermeister auch ein wenig mit einer Einweihungsfeier für die neu bezogenen Räume in der Stettiner Straße: "Mit diesen neuen Räumen und der größer werdenden Fahrzeugflotte, werden sie der größer werdenden Nachfrage gerecht: Die Nachfrage von Menschen in unserer Gemeinde, die auf Pflegeleistungen angewiesen sind, sowie von Angehörigen, die sie wirksam unterstützen. Hier stehen die Mitarbeiter des Pflegestützpunkts an zentraler Stelle allen Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite."
Bürgermeister Robert Bosch , der auch die Grüße von Landrat Klaus Peter Söllner übermittelte: "Dass hier fünf Kirchengemeinden aus der Region hinter dem Diakonieverein stehen, ist auch ein vertrauenswürdiges Zeichen, dass es nicht nur um Professionalität geht, von der wir bei ihrem Team, Herr Pfarrer Schäfer, absolut überzeugt sind, sondern auch um wichtige Gedanken wie Nächstenliebe und Teilhabe am Leben der Gemeinschaft. Der diakonische Gedanke bedeutet ja gerade, dass man Dienst am Menschen leisten möchte."
MdB Emmi Zeulner lobte die neuen Räumlichkeiten der Sozialstation und stellte fest: "In Mainleus werden alle Bereiche abgedeckt und ihr seid da wirklich Vorreiter." Rei.