Ehre, wem Ehre gebührt! Für ihre Projektarbeit, ein Pfandsystem für Pappbecher einzuführen und damit einen wertvollen Beitrag für den Umweltschutz zu leisten, wurden vier Schüler des MGF-Gymnasiums nicht nur beim vom bayerischen Ministerium für Umwelt und Verbraucher ausgelobten Wettbewerb "Ressourcenkönige" als Bayernsieger geehrt, sondern kommen nun auch zu Fernsehehren.

Am Montag, 31. Oktober, strahlt das Bayerische Fernsehen um 19 Uhr im Rahmen des Umweltmagazins "Unkraut" einen Beitrag über die findigen Kulmbacher Schüler aus.

Unter dem Motto "Coffee to go: Kampf gegen die Einwegbecher-Flut" haben Josias Neumüller, Nicolas Landgraf, Thomas Henning und Patrik Bär unter der Leitung von Lehrer Matthias Kohles ein verblüffend einfaches Konzept für die Vermeidung von Verpackungsmüll gefunden: Über ein Pfandsystem erhält der Kunde einen Mehrwegbecher, den er beim nächsten Cafe-Besuch wieder abgeben kann. Dort bekommt er einen neuen, der alte wandert in die Spülmaschine.

Wie die Schüler errechnet haben, werden in Deutschland pro Stunde 320 000 Pappbecher (!) entsorgt, was nicht nur riesige Müllberge, sondern auch eine Vergeudung von wertvollen Ressourcen zur Folge hat.


Landratsamt unterstützt


Unter anderem haben die Gymnasiasten ermittelt, dass für die Herstellung dieser 320 000 Einwegbecher (inklusive Plastikdeckeln) das Holz von sechs Bäumen, 6300 Gramm Rohöl und 192 000 Liter Wasser benötigt werden.

Nicht nur die MGF-Schüler sind davon überzeugt, dass sich mit ihrem Konzept Bahnbrechendes erreichen lässt. Auch das Landratsamt Kulmbach zeigt Interesse und unterstützt das Vorhaben finanziell. So hat das Team des Bayerischen Fernsehens auch Umweltberater Detlef Zenk interviewt.

Zu Wort kommt in dem TV-Beitrag außerdem Katja Leinhos-Dittrich, die die "Kaffeeplantage" in der Fußgängerzone betreibt und sich als erste Café-Besitzerin in Kulmbach an dem Projekt der Gymnasiasten beteiligt.