Der 22. Januar gehört zu den wichtigsten Gedenktagen in der deutschen Geschichte: 1963 unterzeichneten der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Präsident Charles de Gaulle im Elysée-Palast den berühmten Elysée-Vertrag.
Aus diesem Anlass hatten die MGF-Schüler unter der Regie von Uta Lippold in der Caféteria eine Ausstellung mit Plakaten zu den deutsch-französischen Beziehungen kreiert. "Wir wollen heute aber auch ein Zeichen der Solidarität setzen", sagte Schulleiter Horst Pfadenhauer. Und die Schüler hatten natürlich auch die Attentate auf die Redakteure der Zeitschrift "Charlie Hebdo" konstatiert.

Skigymnastik

"Die deutsch-französische Freundschaft ist auch heute noch wichtig", sagte Pfadenhauer - mehr Worte musste der Schulleiter nicht machen. Denn die Schüler füllten die Gedenkfeier der etwas anderen Art auf eigene Weise mit Leben. Und dafür hatte auch der französische Fremdsprachenassistent Benoît Dupé aus Blois gesorgt. Mit den Siebtkässlern hat er eine Skigymnastik der besonderen Art einstudiert und auf die Bühne gebracht. Unter der Anleitung mit französischen Kommandos zeigten die Schüler eine tolle Performance.
"Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden, die Stimmung ist gut und ich denke, dass ich die meisten Schüler auch im Unterricht begeistern kann", erzählt Benoît Dupé. Bis Mai wird er am Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium den Französisch-Unterricht bereichern.
"Die Schüler wollen immer wissen, wie die Franzosen leben, wie es in einer französischen Schule ist und vor allem ,was man in Frankreich so isst", erzählt Dupé und ist über die Neugier der MGFler richtig glücklich. Denn er möchte zum Austausch der Kulturen seinen ganz persönlichen Beitrag leisten.

Alltag und Klischees

Die Schüler des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium haben sich aber auch unter der Regie der anderen Lehrer viel Mühe gegeben, den Gedenktag mit Leben zu füllen. Sie haben sich noch viel mehr einfallen lassen: Sie zeigten Alltagszenen aus dem deutschen und französischen Alltag, sprachen auch Klischees an.
Doch absoluter Höhepunkt bei der Gedenkfeier war der Stand, an dem die Lehrer Crêpes zauberten. Nur mit vereinten Kräften wurden Sarah Ferner und Uta Lippold dem Andrang gerecht. Denn diese Art der französischen Völkerverständigung schmeckte den Schülern des MGFs im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge: wahlweise mit Zucker und Zimt, Nutella oder Apfelmus.