Das impossante Gotteshaus bildete beim Konzert der Sängergruppe Neuenmarkt am Sonntagabend den idealen Rahmen. Dazu passend wurden bekannte und auch weniger bekannte geistliche Lieder zum Lobe Gottes gesungen. Damit war es auch ein sehr einfühlsames und zu Herzen gehendes Konzert, bei dem alle Chöre ihr sängerisches Wirken und auch Können eindrucksvoll unter Beweis stellten. Mit dem Hymnus "Großer Gott wir loben dich" fand das geistliche Chorkonzert zugleich einen würdevollen Abschluss, wobei Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani an der Orgel die musikalische Begleitung vornahm.

Eröffnet wurde das Gruppenkonzert mit dem mächtigen Chor der beiden Gesangvereine von Ludwigschorgast und Fölschnitz, die auch beide von Alexander Thern dirigiert werden. Zunächst ertönte der gregorianische Choral "Ubi caritas" und dann folgte Friedrich Silchers bekannte Komposition "Alles, was Odem hat, lobe den Herrn".

Pfarrer Michal Osak gefiel natürlich, dass die Pfarrkirche bis auf den letzten Platz besetzt war. "Wo Güte und Liebe wohnen, dort ist Gott", mit diesen Worten begann, wie Pfarrer Osak erwähnte, das Konzert. In der ersten Gruppe wurde mit den Gesangvereinen Ludwigschorgast und Fölschnitz sowie den Chorgemeinschaften Lindau, Feuln-Waizendorf und Heinersreuth-Ködnitz ein guter Standard gesetzt. Gleich nach der Pause gefiel der Gesangverein Marktschorgast mit dem Lied "Komm, sag es allen weiter", das nach dem afroamerikanischen Spiritual "Go tell it on the mountain" entstanden ist. Mit Felix Mendelssohn-Bartholdys Lied "Jauchzet dem Herrn alle Welt" setzte der gastgebende Gesangverein Ludwigschorgast einen eindrucksvollen Schlusspunkt.

In ihrem Grußwort freute sich Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani, dass das Gruppenkonzert in der Pfarrkirche stattfinden konnte: "Eine Pfarrkirche, die aufgrund ihrer Architektur und ihrer guten Akustik auch geeignet ist, ein solches Konzert durchzuführen. Die Bürgermeisterin verwies auf ein Zitat von Hildegard von Bingen, dass sich mithilfe der göttlichen Tonkunst mehr ausdrücken und ausrichten lässt als mit Worten. Das ist mit dem Lob Gottes bei dem Konzert auch immer wieder angeklungen, wie die Bürgermeisterin feststellte.


"Gesanglicher Hochgenuss"

Erhard Hildner entbot als stellvertretender Kreisvorsitzender nicht nur die Grüße des Sängerkreises Bayreuth, sondern auch von Landrat Klaus Peter Söllner: "Was wir heute erlebt haben, ist ein gesanglicher Hochgenuss und, liebe Sängerinnen und Sänger, ihr dürft stolz sein auf das, was ihr heute geboten habt. Das verdient unsere Anerkennung und unsere Wertschätzung. Musizieren und Singen heißt verstehen, Musik und Gesang sprechen den Menschen an und ihre eigentliche Sprache ist der Klang." Unsere Gesangvereine sind die Eckpfeiler des kulturellen Geschehens in unseren Gemeinden und das heutige Konzert ist der beste Beweis dafür."

Der stellvertretende Kreisvorsitzende würdigte abschließend auch die Arbeit der Chorleiter und der Vereinsvorsitzenden. Vorsitzender Michael Rief dankte abschließend allen Aktiven für die Probenarbeit und das Engagement. Den Dirigenten Hermann Hamacher, Alexander Thern, Lisa Stenglein, Christian Knörrer, Hans-Jürgen Schiphorst und Seonghyang Kim überreichte Rief kleine Aufmerksamkeiten.