Dass die Dorferneuerung Lindau II erneut Thema in der Ratssitzung war, ist dem Umstand geschuldet, dass die Gemeinde als Träger öffentlicher Belange zu einer Stellungnahme zu den vorliegenden Plänen aufgefordert war.

Zur Erinnerung: Im Mai 2007 hat sich die Teilnehmergemeinschaft gegründet. Im Juli 2011 stellte Landschaftsarchitekt Wolfgang Sack den Räten wesentliche Eckpunkte seiner Entwurfsplanung vor. Da der damals vorgesehene zeitliche Rahmen für die weitere Vorgehensweise - Durchführung des Plangenehmigungsverfahrens und Beantragung der Fördermittel im Herbst 2011, Ausschreibung der Maßnahmen im Frühjahr/Herbst 2012 - allerdings nicht eingehalten werden konnte, sollte bei der Einleitung dieser Schritte jetzt eine etwas flottere Gangart eingelegt werden. Der Förderzeitraum, der auf 2008 bis 2014 festgelegt wurde, veranlasste dann auch Bürgermeister Werner Diersch (SPD(WG) zu der Äußerung: "Wir müssen langsam mal Fakten schaffen."

Umlage wird vermieden

Das Konzept wurde zwischenzeitlich in Abstimmung mit dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft noch etwas verfeinert, im Prinzip blieb es bei den zuletzt aufgezeigten Vorschlägen mit einigen neuen Akzenten. Schwerpunkt bleibt das Lindauer Dorfhaus mit der Stichstraße. Im Hinblick darauf, dass kein Anlieger seine Zufahrt über diese Dorfstraße hat, und im Vertrauen darauf, dass der Unterbau tragfähig ist, fiel die Entscheidung gegen einen Vollausbau, und für die Sanierung dieser Straße mit einer neuen Deckschicht. Das wird Kosten von 8000 Euro verursachen, aber nicht zu einer Umlagesituation führen.

Erhalten bleiben soll der Anger mit dem Weiher, die Insel mit den Birken soll abgetragen werden. Neu vorgesehen ist ein Stadel in der Größe von sechs mal zehn Metern. Der bisher vorhandene grüne Charakter des Ortes wird noch ergänzt durch einen Fußweg vom Festplatz zum Ottergraben und - zur Sicherheit der Fußgänger - in der Verlängerung bis zum Sportplatz. Der Brunnen, der an einigen Stellen Risse aufweist, wird saniert und der umliegende Platz mit einer Pflasterfläche und einer Halbrundbank aufgewertet.

Backhaus und Spielplatz

Auf der anderen Straßenseite soll, wie bereits früher, ein Backhaus mit den Ausmaßen 4,50 mal 2,50 Meter und ein angrenzender Spielplatz entstehen. Für Ortsunkundige wird eine Informationstafel mit Ortsplan aufgestellt. Abgerundet wird das schlüssige Konzept mit einigen neu zu schaffenden Stellplätzen und viel Grün.
Der Gemeinderat segnete die Maßnahmen, die je nach Finanzlage schrittweise erfolgen sollen, ab. Die Gesamtkosten in Höhe von 266 000 Euro werden vom Amt für ländliche Entwicklung in Bamberg gefördert.
Diplomingenieur Siegfried Käb-Bornkessel, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft, geht davon aus, dass 2014 mit den ersten Arbeiten begonnen werden kann.