Als die große Wandergruppe auf dem geschottertenen Platz mitten im Rehberg-Wald ankommt, hat der kleine Matteo gleich ein Spielgerät entdeckt. Entschlossen erklimmt er eine der beiden hölzernen Kanonen, die Bestandteil des erneuerten Naturlehrpfades in der grünen Oase am Kulmbacher Stadtrand ist. Warum die beiden Werke des Bindlacher Holzkünstlers Michael Schütt dort stehen, weiß der zweijährige Sohn von Stadträtin Heike Vogel freilich nicht. Sie erinnern an das Jahr 1806, als die Plassenburg im Krieg Napoleons gegen Preußen zum letzten Mal in ihrer langen Geschichte belagert wurde.
Matteo, der mit seiner Mutter am Samstag an der offiziellen Eröffnung des Naturlehrpfads teilnimmt, hat zuvor aber auch die vielen neuen Informationstafeln betrachtet, auf denen Bäume, Pilze oder Tiere abgebildet und beschrieben sind. Und er hat auch mal den mit einem Fragezeichen versehenen Deckel auf einer kleinen Holzstele aufgeklappt. Darunter gibt es dann die Antwort, welche Pflanze hinter der Stele steht.
"Es ist am besten, wenn man sich sein Wissen selbst erarbeiten muss", lautet das Credo von Stadtförsterin Carmen Hombach, die mit ihrem Team den neuen Lehrpfad konzipiert und umgesetzt hat.
Die insgesamt 22 Stationen zielen darauf ab, den Forscherdrang der Besucher zu wecken. So verstecken sich interessante Details und Ratespiele auf Klapptafeln an Sträuchern, Bäumen und beim Feuchtbiotop. Ein Baum artenpfad stellt die charakteristischen Besonderheiten einzelner Bäume heraus und bietet dazu passende Gedichte und historische Erklärungen.

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