Zu Weihnachten hat uns auch die ARD beschenkt: gleich zwei neue Tatort-Folgen an einem Wochenende. Die TV-Kommissare Ballauf und Schenk (WDR) hatten es am Samstag in Köln mit e i n e m Toten zu tun und jagten ein Phantom. Am Sonntag bot der Hessische Rundfunk mit Schauspieler Ulrich Tukur wieder schwere Kost. Aber wir konnten froh sein, dass es diesmal mit z w e i Leichen abgegangen ist. Wahrscheinlich wegen Weihnachten.

Man musste Schlimmstes befürchten, denn Tukur ist der Leichen-Rekordhalter in der langen Tatort-Geschichte. Beim HR-Krimi "Im Schmerz geboren" (2014) mit insgesamt 50 (!) Toten wurde am laufenden Band gestorben.
Wer sich damals verzählt hat oder auch schon mal vor Ablauf der 90 Minuten einschläft - kein Problem: Die Statistik wird bei www.tatort-fundus.de im Internet nachgeliefert.

Dort haben Experten zum Beispiel festgestellt, dass es heuer einen Leichenschwund im Tatort gab: nur 111 Tote. Im Vorjahr waren es dank Tukur noch 150 Leichen. Dafür war 2015 ein besseres Tatort-Jahr mit 40 neuen Filmen, während es 2014 nur 36 neue Folgen gab. Die notwendige Analyse der Todesarten ergab, dass nach wie vor der Schusswaffengebrauch (52 Tote) am beliebtesten ist. Ganz selten, nämlich einmal musste ein Opfer an Milzriss sterben. Wobei noch herauszufinden wäre, welcher Sender diesen höchst kreativen Einfall hatte. Ja, so spannend kann Statistik sein.