Die Strategie ist klar: Bevor eine Straße in einem so schlechten Zustand ist, dass sie grundlegend und für viel Geld neu aufgebaut werden muss, wird sie rechtzeitig und wesentlich kostengünstiger saniert. Der Landkreis Kulmbach handhabt das seit Jahren so. Und fährt gut damit.

Rund 200 Kilometer Straße sind es, die der Landkreis Kulmbach zu unterhalten hat, wie Landrat Klaus Peter Söllner (FW) betont. Und der Großteil dieser Strecken ist "top in Schuss".

Die Fahrbahnen, die das nicht sind, werden von Dieter Geißler, Leiter der Hoch- und Tiefbauverwaltung am Landratsamt, und dem Leiter der Kreisstraßenmeisterei, Eckhard Schrepfer, genau überwacht. Und daraus ergibt sich dann eine Prioritätenliste für notwendige Sanierungen.

Zwischen 400 000 und 500 000 Euro lässt sich der Landkreis jedes Jahr diese Maßnahmen kosten. In diesem Jahr sind es rund 450 000 Euro. 130 000 Euro davon werden in die Kreisstraße 27 zwischen den Marktleugaster Ortsteilen Marienweiher und Steinbach investiert.

Niveauausgleich

Auf einer Länge von 1,5 Kilometer wurden an der Strecke vom Kreisbauhof zunächst notwendige Anhebungen von Entwässerungsrinnen erledigt, wie Straßenmeister Eckhard Schrepfer erläutert. Danach fräste die Firma Strabag die Deckschicht ab und baute einen Asphalt-Ausgleich zur Niveauanpassung auf voller Straßenbreite ein.

Am Donnerstag wird das Unternehmen dann auch die neue Deckschicht gelegt haben, so dass wiederum der Kreisbauhof am Freitag noch die Angleichung der Zufahrten entlang der 1,5 Kilometer vornehmen kann. Am Samstag soll die Strecke wieder frei für alle Verkehrsteilnehmer befahrbar sein.

Auf Jahre vorgebaut

"Mit den Sanierungen verhindern wir rechtzeitig größere Schäden an den Fahrbahnen", betont Landrat Söllner. "Dann haben wir mindestens wieder 15 Jahre Ruhe."

Schon seit vielen Jahren verfolge der Landkreis diese Strategie und bringe damit pro Saison zwischen fünf und zehn Kilometern Kreisstraße auf Vordermann.