Seit Jahrzehnten nutzen auch Oberfranken und der Landkreis Kulmbach die Gelegenheit, sich auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin einem riesigen Publikum zu präsentieren. Rund 400 000 Besucher werden auch heuer zur wichtigsten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau in den Hallen unter dem Funkturm erwartet. Bei einer kulinarischen Reise stellte sich dort am Wochenende die Genussregion Oberfranken vor. Auch deren Vorsitzender, der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner, rührte kräftig die Werbetrommel.


Staatsministerin am Oberfrankenstand


Mit ihm waren zahlreiche Vertreter der oberfränkischen Kommunen, der Tourismusverbände und Institutionen nach Berlin gereist, an der Spitze Staatsministerin Melanie Huml und Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, die beim Oberfrankentag auf der Grünen Woche auch den Verein Oberfranken Offensiv repräsentierten.

Zum zweiten Mal präsentierten sich die Tourismusregionen Frankenwald, Fichtelgebirge, Fränkische Schweiz und die Stadt Bayreuth gemeinsam auf der Grünen Woche in Berlin. "Genuss und Tourismus, die beiden Leuchttürme unserer Region, passen sehr gut zusammen. Und durch den Gemeinschaftsstand mit den Touristikern haben wir die Möglichkeit, eine größere Wirkung zu erzielen", sagte Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz.


Genussvoller Streifzug


Eine Stunde lang präsentierte sich Oberfranken in der Halle des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Mit Frank Ebert, Geschäftsführer von Oberfranken Offensiv, moderierte ein echter Kenner den genussvollen Streifzug durch den Bezirk. Ihm gelang es, die internationalen Gäste zum Zuhören und Probieren zu animieren.

■ Fränkische Schweiz

Die Fränkische Schweiz stand ganz unter dem Thema Kirschen- und Obstanbau. Sandra Schneider, Leiterin der Tourismuszentrale, berichtete vom Konzept "Ernteerlebnis". Touristen haben die Möglichkeit, Obstbauern in der Fränkischen Schweiz während der Erntezeit zu besuchen und dabei eine ganze Menge über Landwirtschaft,
Obstanbau, Verarbeitung zu Säften, Likören oder Schnäpsen und die Vermarktung dieser Produkte zu erfahren.
Unterstützt wurde Schneider von der Kirschenkönigin Sandra I., die vom Kirschblütenwanderweg berichtete und Brand und Likör an die Gäste verteilte, und von Johannes Haas von der Edelbrennerei Haas in Pretzfeld. "In Oberfranken gibt es mehr als 300 Brennereien, die die regionalen Produkte verarbeiten und zum Teil auch alte heimische Obstsorten verwenden", so der Brenner.

■ Frankenwald

Der Frankenwald hat als erste Region Bayerns das Siegel "Qualitätsregion Wanderbares Deutschland" erhalten, berichtet Markus Franz, Geschäftsführer des Service-Centers. Hieraus entstanden seien weitere touristische Angebote wie beispielsweise der "Frankenwald-Steig", ein Fernwanderrundweg um die Region mit einer Länge von 242 Kilometern, und die "Frankenwald-Steigla" - 32 Halbtagestouren, auch im Landkreis Kulmbach.

Von einer ganz besonderen Spezialität des Frankenwaldes, dem "Frankenwälder Zicklein" berichtete Peter Hagen, Chefkoch im Gasthof "Zur Goldenen Krone" in Selbitz, der Kostproben verteilte.

■ Fichtelgebirge

Ferdinand Reb, Geschäftsführer der Tourismuszentrale Fichtelgebirge, berichtete - passend zum Wetter - unter anderem von den Schneeschuhwanderungen. Mit dabei hatte er die Wildmetzgerei Böhmer, die mit ihren Häppchen sehr gut punkten konnte. Larissa, die Porzellankönigin aus Selb unterstütze das Team aus dem Fichtelgebirge.

■ Bayreuth

Bayreuth ist auch in Berlin als Richard-Wagner-Stadt bekannt. Ronny Schuster, der in Bayreuth als Richard-Wagner-Double bekannt ist, hinterließ einen bleibenden Eindruck in der Hauptstadt.

Der Vorsitzende der Genussregion Oberfranken, Landrat Klaus Peter Söllner, bescheinigte seinen Aktiven einen hervorragenden Messeauftritt und lud alle Gäste zu einem Besuch in der Genussregion ein.
Die Genüsse Oberfrankens sind noch bis 29. Januar in Berlin zu erleben.


Brauer, Bäcker und Baron

Den Oberfranken-Stand findet man in Halle 22 B. Auch Spezialitäten und Produzenten aus dem Landkreis Kulmbach sind dort zu finden. Dazu gehören das Drossenfelder Bräuwerck, die Brauerei Schübel aus Stadtsteinach, der Eierbaron aus Eichenbühl und die Bäckerei Dumler aus Wirsberg.