Der Umsatz lag nur knapp über Vorjahresniveau, den Gewinn hat die Kulmbacher AG deutlich steigern können. "Das Geschäftsjahr 2016 hat die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft mit einem guten Ergebnis abgeschlossen und die Erwartungen des Vorstands erfüllt", heißt es im Jahresabschluss. Bei der Hauptversammlung am 17. Mai wollen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von einem Euro pro Aktie (Vorjahr 22 Cent) vorschlagen.


Überkapazitäten

Trotz der harten Wettbewerbssituation und Überkapazitäten habe der deutsche Bier- und Getränkemarkt 2016 eine weiterhin stabile Geschäftsentwicklung gezeigt - dank des guten Konsumklimas und der bevorzugten Nachfrage der Kunden nach Bierspezialitäten und regionalen Bieren, so die Kulmbacher Gruppe.


Schwierige Rahmenbedingungen

Die deutsche Brauwirtschaft muss sich, so heißt es im Jahresabschluss, aber weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen wie dem demografischen Wandel, einem sich stetig verändernden Konsumentenverhalten und rückläufigen Absatzmengen in der Gastronomie auseinandersetzen.

Wie aus der Bilanz hervorgeht, wurden die finanziellen Zielsetzungen übertroffen. Die Kulmbacher Gruppe steigerte demnach ihren Umsatz um 0,3 Prozent von 220,0 auf 220,7 Millionen Euro. Das im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2016 prognostizierte moderate Umsatzwachstum konnte laut Brauerei aufgrund der Zuwachsraten bei den erfolgreichen Bierspezialitäten und -mischgetränken erreicht werden.


Der operative Gewinn

Das operative Gewinn vor Zinsen und Steuern verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr (8,3) auf 10 Millionen Euro. Der Anstieg sei im Wesentlichen auf die gestiegenen Umsatzerlöse, die zum Vorjahr höheren sonstigen betrieblichen Erträge sowie die geringeren Energie- und Verpackungskosten zurückzuführen, so die Kulmbacher AG.

Der Getränkeabsatz der Kulmbacher Gruppe lag mit 3,194 Millionen Hektoliter um 0,1 Prozent über Vorjahr. Unter anderem aufgrund des veränderten Konsumverhaltens sei das Gastronomiegeschäft rückläufig. Besonders betroffen sei die Landgastronomie in den strukturschwachen Gebieten.


Zuwachs bei Handelskunden

Im Gegensatz dazu hat die Gruppe bei den Handelskunden das Absatzvolumen gesteigert. Zuwächse in Höhe von 16,4 Prozent erreichten vor allem alkoholfreie Biere und Biermischgetränke. "Die Kulmbacher Gruppe hat 2016 wesentlich von der sehr guten Entwicklung der Mönchshof-, Kapuziner-, Keiler- und Sternla-Brauspezialitäten profitiert, die in einem stagnierenden und wettbewerbsintensiven Markt entgegen dem Trend den Umsatz steigern und Marktanteile hinzugewinnen konnten", heißt es.


Alkoholfrei ist gefragt

Wachstumstreiber seien einmal mehr die Biermischgetränke und alkoholfreien Biere gewesen. "Mönchshof Natur Radler" konnte demnach die 130 000 Hektoliter-Marke überschreiten und wurde im Dezember von einer Expertenjury aus Deutschlands führenden Getränkefachhändlern zum "Getränk des Jahres 2016" gewählt. Alkoholfreie Biere seien stärker nachgefragt gewesen als der Markt.


Der Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 beträgt 4 999 320 Millionen Euro. Bei der Hauptversammlung am 17. Mai sollen die Zahlung einer Dividende in Höhe von 3 360 000 Millionen Euro (1 Euro dividendenberechtigter Stückaktie) sowie die Einstellung von 1,6 Millionen Euro in Gewinnrücklagen vorgeschlagen werden. red