Das Urteil gegen die frühere Mitarbeiterin einer Kulmbacher Bank, die vor zehn Tagen vom Landgericht Bayreuth wegen Computerbetrug und Untreue in 41 Fällen zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden ist, wird vorerst nicht rechtskräftig. "Die Angeklagte hat noch am Freitag durch ihren Verteidiger fristgerecht Revision eingelegt", teilt der Pressesprecher des Landgerichts, Richter Clemens Haseloff, auf Anfrage mit.

Die 41-jährige Frau aus dem Landkreis Kulmbach hat zugegeben, mit 1,2 Millionen Euro Kundengeldern an der Börse gezockt und den Großteil des Geldes bei riskanten Geschäften verloren zu haben. Die Angeklagte hat vergeblich auf eine "zweite Chance" gehofft - also auf eine Bewährungsstrafe.

Nun muss also der Bundesgerichtshof in Karlsruhe klären, ob in dem Verfahren Rechtsfehler gemacht worden sind.