Das Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium hat seit gestern "Recycling Kings". Das Konzept der Abfalltrennung, das am MGF mit Erfolg eingeführt wurde, wird dazu führen, dass man 2016 Müllgebühren in Höhe von rund 2400 Euro einsparen wird.
Der Umweltbeauftragte des Landratsamts, Detlef Zenk, verwies darauf, dass die Trennung verwertbarer von nicht-verwertbaren Abfällen am Entstehungsort die Voraussetzung für eine funktionierende Abfallwirtschaft ist. Ohne Vorsortierung können die Wertstoffe nicht den entsprechenden Verarbeitungsströmen zugeführt werden. Schon 1990 habe der Landkreis Kulmbach deshalb ein Trenn- und Sortiergebot in seiner Abfallsatzung festgelegt und damit auch den gesetzlichen Vorgaben Rechnung getragen.
Gemäß dieser Maxime soll künftig auch in einem gemeinsamen Projekt der Abfallberatung und der Schulleitung des Gymnasiums die Abfalltrennung in der Schule weiter verfolgt werden.


Trennung in Klassenräumen

Die Mülltrennung erfolgt künftig bereits in den Klassenzimmern. Dafür werden drei Behälter für Restmüll, Plastik und Papier aufgestellt und entsprechend gekennzeichnet. Insgesamt werden 67 Räume ausgestattet. In nahezu jedem Stockwerk werden zentrale Sammelstationen an den Wänden angebracht. Für Veranstaltungen wird noch eine mobile Trennstation angeschafft und vorgehalten. Die Kosten dafür belaufen sich auf 4000 Euro. Hinzu kommen noch eventuelle Ausgaben für entsprechende Hinweisschaubilder .
Bei einem Pressetermin wurde das Projekt "Recycling Kings" in der Aula des MGF-Gymnasiums kurz vorgestellt. Oberstudiendirektor Horst Pfadenhauer konnte neben Landrat Klaus Peter Söllner (FW) auch Detlef Zenk als den "geistigen Vater" des Projektes begrüßen. Vom MGF nahmen Studienrat Matthias Kohles als verantwortliche Lehrkraft für das Projekt sowie Hausmeister Bernhard Stenglein, die Mitglieder der Umweltgruppe des MGF und die Klassensprecher aller Klassen teil.
Der Landrat dankte Lehrern und Schülern, die sich für das Projekt eingesetzt haben. In Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen sollte die Umsetzung der Mülltrennung optimal organisiert sein.
Landrat Söllner verwies darauf, dass das Schulprojekt "Recycling Kings" auf eine Idee der 9. Klasse der Mittelschule Stadtsteinach/Untersteinach zurückging. Dieses Projekt mit den "Königen der Wiederverwertung" will die richtige Abfalltrennung an Schulen ankurbeln und installieren. Söllner weiter: "Nach zwei sehr erfolgreichen Umsetzungen in den Mittelschulen Stadtsteinach/Untersteinach und Marktleugast war nun mit dem MGF zum ersten Mal eine weiterführende Schule mit deutlich mehr Klassen auf unserer Agenda."


Erfreuliches Ergebnis

Umweltbeauftragter und Abfallberater Detlef Zenk gab das Ergebnis der Punktprämien in den 21 Kassen und den Kollegstufenzimmern bekannt. Je acht Punkte und damit ein Preisgeld von 115 Euro erreichten die Klassen 6c, 8b und 9d. Platz 1 ging an die 8a mit elf Punkten und einem Preisgeld von 155 Euro. Zenk forderte alle Schüler auf: "Bleibt Recycling-Kings!"