In besonderer Atmosphäre feierte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) seinen Dekanatsjugendgottesdienst. Die Jugendlichen hatten sich mit Bildungsreferentin Claudia Ruß und Jugendseelsorger Kaplan Norbert Förster hierfür einen besonderen Ort herausgesucht. Um die 60 Besucher konnten eine zauberhafte Stimmung aus Licht, Dunkel und Musik in einem Keller nahe der Plassenburg wahrnehmen.


Einzug mit Gesang


Mit einer kleinen Lichtfeier zu Beginn, die an die Osterprozession erinnerte, erhellte sich der Keller erst allmählich, als die Besucher ihn singend betraten. Im Gottesdienst wurden dann zum Teil auch provokante Gedanken zum gewählten Gottesdienstort laut: "Was macht man eigentlich in einem Keller?" "Wie soll man in einem Keller glauben können?"

In seiner Predigt ging Kaplan Förster darauf ein, dass der Glaube zu Zeiten Jesu in ähnlicher Umgebung wie hier im Keller gefeiert wurde. Auch heute sehe sich die Kirche oftmals der Behauptung gegenüber, dass der Glaube im Keller sei.

Der Jugendseelsorger appellierte an alle Besucher, sich einmal selbst zu fragen, "wo sich denn der eigene persönliche Glaube zurzeit befindet und wo man ihn überall leben kann".


Fürbitten an der Wäscheleine


Zu den Fürbitten riefen Lukas Eggersdorfer und Annelie Heier ebenfalls in besonderer Form auf. Da sich die Jugendlichen bereits in der Vorbereitung Gedanken um das Thema Keller gemacht hatten, kamen sie auf die Idee, dass man im Keller ja eigentlich seine Wäsche aufhängt.

So wurden die persönlichen Bitten der Gottesdienstbesucher auf eigens gebastelte Hosen und Shirts geschrieben und anschließend mit einer Wäscheklammer an einer Leine befestigt. Diese Bitten wurden feierlich zum Altar gebracht, der aus einem Holzfass bestand. Die Bitten wurden um das Fass geschlungen und von Lukas Eggersdorfer exemplarisch vorgetragen.

Der Gottesdienst wurde musikalisch von einer Jugendband aus Ehrenamtlichen umrahmt, die sich extra in dieser Besetzung zusammengefunden hatte.


Flotte Lieder


Es erklangen auch hier flotte Lieder mit einer zum Teil eindeutigen Botschaft. "Füllt den neuen Wein nicht in die alten Schläuche, zwingt die junge Kirche nicht in alte Bräuche" war hier zum Beispiel zu hören. Die Gottesdienstbesucher durften sich nach den Dankesworten an alle Unterstützer an alkoholfreiem Punsch und Wienern stärken. Ein besonderer Dank galt allen, die zum Gelingen beigetragen hatten, insbesondere Erich Olbrich für die Bereitstellung des Kellers, der Kulmbacher Brauerei und der der Familie Vullo.

Nach dem Jugendgottesdienst wurde vor dem Keller eine Gehhilfe gefunden. Der Besitzer kann sich beim erzbischöflichen Jugendamt Kulmbach in der Bauergasse bei Bildungsreferentin Claudia Ruß, Telefon 09221/958232, melden.