Am 13. April 1945 ist der Krieg für Kulmbach vorbei. In die Stadt marschieren US-Truppen ein. Nach der Nazi-Diktatur wissen die Menschen nicht, wie es weitergehen soll. Es wird ein demokratischer Neuanfang. Seither haben fünf Persönlichkeiten die Stadt als Oberbürgermeister regiert.

Erster Oberbürgermeister der Nachkriegszeit ist Georg Hagen (SPD). Er wird 1945 vom US-Militärkommandanten als kommissarischer Bürgermeister eingesetzt. 1946, 1952 und 1958 wird der energische Sozialdemokrat von der Bevölkerung zum OB gewählt. Sein Nachfolger ist der volksnahe Wilhelm Murrmann (parteilos). Er amtiert für zwei Wahlperioden von 1959 bis 1971 als OB.

Es folgt die Ära von Erich Stammberger (WGK), der länger als jeder andere an der Spitze der Stadt steht: Er bleibt 24 Jahre - von 1971 bis 1995 - Oberbürgermeister. Mit Inge Aures (SPD) zieht anschließend erstmals eine Frau ins Rathaus ein. Sie amtiert von 1995 bis 2007 und ist inzwischen im Landtag als stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende an herausgehobener Stelle tätig.

Den umgekehrten Weg ist Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) gegangen. Der seit 2007 amtierende OB hat nach seinem Wahlsieg sein Landtagsmandat aufgegeben. Er stellt sich am 21. Oktober zur Wiederwahl und hat mit Ingo Lehmann (SPD) und Hans-Dieter Herold (Die Grünen) zwei Gegenkandidaten.

Einen ausführlichen Bericht über die Kulmbacher Oberbürgermeister seit 1945 lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Bayerischen Rundschau.