Hartmut Stephan kommt aus Hannover, besucht die Stadt Kulmbach aber mehrmals im Jahr. Wenn er in Kulmbach ist, fährt er oft auch nach Nürnberg. "Mit dem Zug", sagt der Niedersachse, der sich gestern freute, als er hörte, dass sich Stadt und Landkreis Kulmbach mit dem Gedanken tragen, sich an den Verkehrsverbund der Metropolregion anzuschließen. "Denn dann würde die Zugfahrt billiger, das kenne ich vom Verkehrsverbund in Niedersachen her", betont Stephan.


Frühestens 2014



Ob die Fahrt nach Nürnberg, die derzeit für zwei Erwachsene mit dem Bayern-Ticket 26 Euro kostet und im Verkehrsverbund für 16,20 Euro möglich wäre, günstiger wird? Frühestens 2014 wäre der Beitritt Kulmbachs zum Verkehrsverbund der Metropolregion möglich, wenn sich auch die anderen möglichen Beitrittskandidaten Coburg, Lichtenfels und Kronach zeitnah für den Anschluss aussprechen. Es ist ein Angebot, das viele Vorteile mit sich bringt, das für Stadt und Landkreis Kulmbach aber auch mit erheblichen Mehrkosten zu Buche schlagen würde. Das machten die Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg GmbH, Andreas Mäder und Jürgen Haasler, gestern in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Landkreises deutlich. So kämen zu einmaligen Kosten von 180.000 Euro jährliche Folgekosten von 225.000 Euro hinzu.


Einheitlicher Tarif



"Die Frage ist ganz einfach: Wollen wir uns den Anschluss leisten oder nicht?", sagte Stephan Schaffranek (WGK), nachdem Mäder und Hassler erläutert hatten, dass zwar Mehrkosten auf die Verbundpartner zukommen, die Verkehrsunternehmer finanziell aber nicht schlechter gestellt würden.

Stadt und Landkreis sowie Fahrgäste kämen zudem in den Genuss vieler Vorteile. Dank des einheitlichen Tarifs werde das Fahren mit Bus und Bahn überschaubarer, sagte Mäder, der für den Verkehrsverbund warb.

Mehr über die Sitzung und den Verkehrsverbund der Metropolregion lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Bayerischen Rundschau.