Die vier Männer stammen aus Metzdorf und Ziegelhütten: Dietrich Vießmann, Ronald Meisel, Hartmut Bauer und Helmut Öhrlein wollen das Kriegerdenkmal in Metzdorf herrichten - so dass man die Namen der Gefallen wieder lesen kann.

Das ist inzwischen ein Ding der Unmöglichkeit. Man muss schon sehr genau hinschauen, um über dem metallenen Erinnerungsspruch überhaupt noch Buchstaben erkennen zu können.

Die vier Männer, die alle in Vereinen engagiert sind, die an Ausgestaltung des Volkstrauertags mitwirken, wollen das ändern - und das Vorhaben sogar selbst mit Hilfe von Sponsoren und Spenden finanzieren. Doch dazu brauchen sie grünes Licht von der Stadt. Deshalb haben sie sich an den Beauftragten für Kriegerdenkmäler, SPD-Stadtrat Michael Stübinger, gewandt.

Zusammen mit Fraktionsvorsitzendem Ingo Lehmann und weiteren SPD-Stadträten besichtigte Stübinger das Denkmal, auf dem einst 113 Namen der Gefallenen aus dem Zweiten Weltkrieg zu lesen waren. Und die Politiker zeigten Verständnis für den Wunsch der Bürger, zumal auch noch viele Familien der Gefallen hier leben würden.

Ingo Lehmann versprach, das Anliegen der Initiatoren an Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) weiterzugeben. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Stadt querstellt. Es ist doch schön, dass es Leute gibt, die sich ehrenamtlich für so eine Sache engagieren."

Wenn es grünes Licht gibt, soll eine Granittafel am Denkmal angebracht werden, auf der dann wieder die Namen der Gefallenen deutlich zu lesen sind, erklärte Ronald Meisel. Bis zum Volkstrauertag 2017, so die Hoffnung, soll das Projekt fertig sein.

Die Namen der Gefallenen sind übrigens leicht zu rekonstruieren - denn sie sind auch in der Kirche nachzulesen.