Der Bayreuther Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk hatte sich an den Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur gewandt und ihn um Prüfung gebeten, wie das Bahnstromnetz für Energiestromleitungen genutzt werden kann, um dadurch auf neue Stromnetzleitungen zu verzichten.
Alexander Dobrindt informierte MdB Koschyk nun darüber, dass bei den Planungen für den Ausbau der elektronischen Übertragungsnetze in Zukunft neben Bundesautobahnen insbesondere auch das Bahnstromnetz in die Überlegungen einbezogen wird. Der Bundesverkehrsminister wörtlich: "Ich darf Ihnen versichern, dass wir mit der DB AG in eine intensive Diskussion einsteigen werden, um die Frage zu klären, in welchem Umfang ihr Netz für den Ausbau des öffentlichen Stromnetzes genutzt werden kann."
Im Hinblick auf den Bau der Gleichstromtrasse Süd-Ost machte Dobrindt deutlich, dass "die Ängste der Bevölkerung hinreichend berücksichtigt" werden müssten. Dies umfasse ausdrücklich auch "die Frage des Umfanges des Baus von Stromtrassen".
"Ich bin dem Bundesverkehrsminister sehr dankbar, dass er den notwendigen Umfang des Baus von Stromtrassen hinterfragt und stimme mit ihm überein, dass wir die Energiewende nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und nicht gegen sie erreichen können", meint Hartmut Koschyk. Er sei weiterhin der festen Überzeugung, dass die Gleichstromtrasse Süd-Ost für die Energieversorgung des Freistaates Bayern nach der Errichtung eines Gasturbinenkraftwerkes am Standort Grafenrheinfeld überflüssig sei. Die Zusage von Dobrinth, dass bei zukünftigen Ausbauprojekten auch bestehende Infrastruktur für die Planungen berücksichtigt wird,sei "eine historische Chance, die Flächennetze für Verkehr, Kommunikation und letztlich auch Energie räumlich und technisch integriert zu gestalten und Synergien in Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung zu realisieren".