Bei einer oberfrankenweiten Schwerpunktaktion nahmen in der Nacht zum Freitag Spezialisten der Verkehrspolizeiinspektionen aus ganz Oberfranken zahlreiche Großraum- und Schwertransporte auf den Autobahnen ins Visier. Von den 18 kontrollierten Transporten musste mehr als die Hälfte beanstandet werden.


Auf drei Parkplätzen


An drei strategischen Orten auf den Autobahnen A 9 und A 70 richteten die Beamten der vier oberfränkischen Verkehrspolizeiinspektionen zwischen Donnerstag, 22 Uhr, und Montagfrüh, 3 Uhr, die Kontrollstellen für den Schwerverkehr ein. Unterstützung erhielten die Spezialisten der Schwerverkehrstrupps unter anderem von Kollegen der operativen Ergänzungsdienste.

Auch Experten des Zolls sowie Vertreter der Regierung von Oberfranken beteiligten sich an der Kontrollaktion und stellten die enge Zusammenarbeit der Institutionen unter Beweis. Zusätzlich sorgten eine technische Einheit der bayerischen Bereitschaftspolizei und die Autobahndirektion Nordbayern für die Ausleuchtung und Absicherung der Kontrollstellen.

Die Schwerpunktaktion ist Teil des bayernweiten Verkehrssicherheitsprogramms 2020. Bei den nächtlichen Kontrollstellen auf den Autobahnparkplätzen Sophienberg und Lipperts auf der Autobahn 9 sowie auf dem Parkplatz Paradiestal auf der A 70 hatten es die Polizisten vorwiegend auf Großraum- und Schwertransporte abgesehen, deren Anzahl nicht zuletzt wegen der vermehrten Errichtung von Windenergieanlagen deutlich zugenommen hat.


Ohne jede Genehmigung


Neben den vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten für die Brummifahrer überwachten die Verkehrsspezialisten auch den technischen Zustand samt Abmessungen und Gewichte der schweren Transportfahrzeuge. Außerdem mussten die verantwortlichen Fahrer und Spediteure entsprechende Auflagenbescheide und die Vorschriften der Ladungssicherung einhalten.

Insgesamt stellten die Polizisten bei den Kontrollen 15 Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften fest. Drei der Transporte waren gänzlich ohne die erforderliche Genehmigung unterwegs, während bei zwei weiteren Fahrzeugen die vorgeschriebenen Abmessungen und Gewichte nicht eingehalten wurden. Außerdem stellten die Beamten bei fünf Großraum- und Schwertransporten Verstöße gegen die erlassenen Auflagen fest.


Vier Brummis mussten bleiben


Bei vier der kontrollierten Transporte waren die Beanstandungen so schwerwiegend, dass die Verkehrspolizisten die Weiterfahrt an Ort und Stelle untersagten. Zwei der kontrollierten Schwertransport-Fahrer hielten zudem die gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten nicht ein.

Darüber hinaus nahmen die Beamten auch über 30 Lastwagen unter die Lupe, die nicht unter die Rubrik der Großraum- und Schwertransporte fallen. Hiervon mussten acht beanstandet werden. Neben fünf Geschwindigkeitsüberschreitungen stellten die Spezialisten Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz und technische Mängel am Fahrzeug fest.

Um die Sicherheit des Schwerverkehrs weiterhin zu verbessern, hat die oberfränkische Polizei angekündigt, auch künftig derartige Aktionen durchzuführen.