Es soll sich um das Möbelhaus XXXLutz handeln, das sich an der A9 niederlassen will.

Die kleine Gemeinde Himmelkron steht vor dem ganz großen Wurf. Ein namhaftes Möbelhaus und einen Mitnahme-Möbelmarkt wollen sich an der A9 ansiedeln. Der Himmelkroner Gemeinderat hat dafür in seiner jüngsten Sitzung die Weichen gestellt, eine gewerbliche Baufläche nördlich der Bundesstraße 303 in ein Sondergebiet "Einzelhandel" umgestuft.

Unternehmen hält sich bedeckt

Nach Informationen unserer Zeitung will XXXLutz nach Himmelkron, was das Unternehmen gestern allerdings weder bestätigen noch dementieren wollte. Das bis zu 100 Millionen Euro investiert und bis zu 500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, sagt indes Gerhard Müller von der Wohnungsbaugesellschaft Bayreuth mbH, die das Projekt betreut. Die Namen des potenziellen Investors wollte auch Müller zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht bekannt geben.

In Bayreuth gescheitert

Lutz hatte vor Jahren auch in Bayreuth ein Möbelhaus geplant. Ein Vorhaben, das die Bayreuther in einem Bürgerentscheid aber verhindert haben.

Nachfolgend ein Interview mit Gerhard Müller von der Bayreuther Wohnungsbaugesellschaft.

BR: Herr Müller, wie konkret sind die Pläne, in Himmelkron ein Möbelhaus und einen Mitnahme-Möbelmarkt zu errichten?
Gerhard Müller: Die Pläne sind sehr konkret. Das ist ja auch der Grund, weshalb wir den Antrag für die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines vorhabensbezogenen Bebauungsplans gestellt haben. Das Interesse hängt natürlich auch mit der Attraktivität des Standortes zusammen.

Können Sie bereits den Namen der beiden Möbelhäuser nennen?
Leider Gottes nicht! Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich das derzeit nicht tue.

Wann sollen die beiden Projekte zeitlich umgesetzt werden? Um welche Investitionssumme handelt es sich?

Sofort nach der Genehmigung, weil wir bereits Nutzer für beide Möbelhäuser haben. Wir wollen die beiden Projekte bis Ende 2013 rechtlich abklären. Wir sprechend von einem Investitionsvolumen von 80 bis 100 Millionen Euro.

Wie viele neue Arbeitsplätze werden entstehen?
So 350 bis 500 Arbeitsplätze. Wir werden dabei nicht nur auf Arbeitskräfte aus Kulmbach und der Region zurückgreifen können, sondern aus ganz Nordbayern.

Erwarten Sie noch Schwierigkeiten hinsichtlich der Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung eines vorhabensbezogenen Bebauungsplanes?
Wir wurden bisher von den Behörden sehr positiv aufgenommen. Grundsätzlich ist ein Möbelmarkt in dem Gewerbegebiet möglich. Das Problem sind eher die innenstadtrelevanten Sortimente, die auch auf der gegenüberliegenden Seite des Gewerbegebietes in Himmelkron verkauft werden. Wir haben bisher aber alles mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium abgesprochen und hoffen, dass wir das Verfahren unkompliziert durchkriegen.