Das Klinikum Kulmbach ist deutschlandweit das erste Krankenhaus, in dem hoch technisierte und spezialisierte Untersuchungen kombiniert in einem System angeboten werden können. Das neue Gerät vereinigt einen Positronenemmissionstomographen, eine Gammakamera und ein 16-Zeilen-CT zu einem sogenannten "Hybrid-Gerät".

Damit steht den Patienten des Kulmbacher Klinikums eines der modernsten medizinischen Diagnoseverfahren zur Verfügung, bei dem eine nuklearmedizinische Untersuchung mit einem diagnostischen CT kombiniert wird. Über das Medizinische Versorgungszentrum am Klinikum (MVZ) können Patienten auch ambulant mit einem Überweisungsschein vom Hausarzt mit dem neuen Gerät untersucht werden. Die Bandbreite der diagnostischen Möglichkeiten ist dabei sehr weitreichend: Von Herzerkrankungen über neurologische Erkrankungen wie beispielsweise die Alzheimer-Krankheit über die Lokalisierung von Infektionsherden bis hin zum ganzen Spektrum der Tumorerkrankungen kann das neue Gerät eingesetzt werden, für das das Klinikum rund eine Million Euro investiert hat.

Mit dem neuen Hybrid-Gerät ist für die Patienten eine schnellere und genauere Diagnose bei zahlreichen Erkrankungen möglich, Operationen können noch exakter geplant werden.

Im Augenblick werden die Kosten für eine PET/CT-Untersuchung von den gesetzlichen Krankenkassen bei Lungenkrebs, bei unklaren Veränderungen in der Lunge und bei einer bestimmten Form von Lymphdrüsenkrebs übernommen (Hodgkin-Lymphom). Bei anderen Krebserkrankungen können die Kosten für ein PET/CT nach Einzelfallprüfungen von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden. Die privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für diese Untersuchung in fast allen Bereichen. Das PET/CT wird sehr erfolgreich bei vielen Krebsarten eingesetzt, unter anderem bei Hochrisiko-Brustkrebs, bei rezidivierenden Darmtumoren und bei Prostata-Krebs.

Mit dem neuen Hybrid-Gerät stehen für die Patienten im Klinikum Kulmbach die aktuell modernsten, nuklearmedizinischen Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Das neue Untersuchungsverfahren steht unter der medizinischen Leitung von Leitendem Arzt D. Michael Neininger, der bereits an seiner früheren Wirkungsstätte, dem Universitätsklinikum Tübingen, eingehende Erfahrungen auf dem Gebiet der PET/CT-Diagnostik erworben hat. red