Als Jonas Gleich vor zehn Jahren als einer der ersten den Kinderhort Stadtsteinach besuchte, gab es nur einen einzigen Raum. Tina Hempfling war die einzige Betreuerin. Sie kümmerte sich um alles: um Spiel, Spaß, Hausaufgaben und Programm. "Wir haben in der Ecke gegessen. Und da, wo heute das Büro ist, haben wir unsere Hausaufgaben gemacht", erinnerte sich Jonas Gleich. Insgesamt elf Kinder wurden damals im Hort betreut. Alle haben gute Erinnerungen an die Zeit. Vor allem die Übernachtungsfeste waren legendär.


Dank der Kinder

Nach zehn Jahren ist der Hort längst den Kinderschuhen entwachsen. Es gibt einen Spiel- und Spaßraum, einen Speisesraum und eine Küche. Und in der Schule hat der Hort noch einen eigenen Hausaufgabenraum, dass die Konzentration nicht gestört wird. "Ich bin froh, dass ich dreieinhalb Jahre im Hort war", zog Gründungs-kind Jonas Gleich eine positive Bilanz und bedankte sich mit einer Bilder-Kette im Namen der ersten Hortkinder.

Hortleiterin Tina Hempfling freute sich über die Überraschung. "Wir hatten am Anfang den Hausaufgabenbereich durch die Glasfenster abgeteilt. So hatte ich beides im Blick", berichtet sie. Auch das Essen war in der Anfangsphase eine Herausforderung. Denn das Geschirr mussten die Hortkinder selbst in die Schulküche bringen, wo es abgewaschen wurde.

Inzwischen hat der Kinderhort sogar einen Außenbereich zum Toben und Spielen. Doch der Kinderhort möchte sich weiterentwickeln. Ab nächstem Jahr soll eine heilpädagogische Betreuung dazukommen. Das bedeutet, dass drei Kinder mit speziellem heilpädagogischen Förderbedarf aufgenommen werden können. Dafür will man eine Heilpädagogin einstellen. "Wir freuen uns schon auf das neue Konzept", so Hempfling.


Bürgermeister mit im Boot

Über die neue Ausrichtung wird demnächst entschieden, betonte Bürgermeister Roland Wolfrum. Der Hort sei bereits unter seiner Amtsvorgängerin Anneliese von Ramin eingerichtet worden, doch er habe die Entwicklung immer wohlwollend begleitet. Auch die Kreativwerkstatt sei herausragend gewesen. "Meine Unterstützung habt ihr", versicherte der Stadtsteinacher Bürgermeister. "Für unsere Grundschule ist der Hort die passende Lösung."

Auch Schulleiter Michael Pfitzner hatte nur Lob für die Hortbetreuung. "Ihr könnt stolz sein, was aus dem einen Zimmer geworden ist. Die Zusammenarbeit von Hort und Schule ist gut", betonte Pfitzner. Die Idee, dass man sich in die integrative Richtung weiterentwickeln möchte, sei wichtig und wertvoll. Denn der Förderbedarf nehme stetig zu.

Elsbeth Oberhammer von der Geschwister-Gummi-Stiftung freute sich über die gute Entwicklung der Hortbetreuung in Stadtsteinach. Sie dankte dem Hortteam für sein Engagement. Inzwischen gehört nicht nur Tina Hempfling als Leiterin dazu, sondern auch Ellen Buchmeier, Birgit Popp, Maria Wunderlich und Nicole Wunner.

Dank sagte auch Andrea Hessner vom Elternbeirat. "Ich stamme aus dem Osten und habe mir gewünscht, dass ich nicht aus dem Beruf rauskomme und zu Hause blieben muss. Ohne Hort wäre es für viele nicht möglich zu arbeiten", erklärte sie.
































































2 Jonas Gleich war "Gründungs-Horti". Zum Jubiläum hatte er Erinnerungen von den ersten elf Hortkindern zusammengetragen. "Ich bin froh, dass ich dreieinhalb Jahre im Hort war", zog Gleich ein Fazit

3 Tina Hempfling (Mitte) hat längst ein kompetentes Team an ihrer Seite: Maria Wunderlich, Ellen Buchmeier, Nicole Wimmer (mit ihrem Sohn) und Birgit Popp (von links nach rechts).

4 Das Hortteam aus Stadtsteinach: Nicole Wimmer, Tina Hempfling, Ellen Buchmeier, Maria Wunderlich und Birgit Popp