Vorsitzender Peter Müller hatte hierzu wie in den Vorjahren den Schlossweiher als idyllische Bühne gewählt.
Spezialisten wie Tierarzt Thomas Dittus aus Stadtsteinach, Hundetrainerin Heike Fillweber oder Polizeihundeführerin Uli Dasbeck erzählten viel Wissenswertes über den besten Freund des Menschen.

Bläser sorgen für Stimmung

Jäger zeigten, mit wie vielen verschiedenen Rassen sie auf die Jagd gehen können. Für musikalische Unterhaltung sorgten standesgemäß die Jagdhornbläser des Jagdschutz- und Jägervereins Kulmbach.
Der Jagdschutz- und Jägerverein stellt die seit vier Jahren regelmäßig am Schlossweiher stattfindende Veranstaltung immer wieder unter ein anderes interessantes Leitthema. Ging es im vergangenen Jahr um die "Könige der Lüfte", standen in diesem Jahr Jagdhunde im Zentrum.
"Wer sich mit der Leidenschaft Jagd auseinandersetzt, wird feststellen, dass es ein Kunstwerk ist", betonte Peter Müller, selbst Thurnauer. Im Zusammenhang mit der Jagd seien seit jeher Tiere eingesetzt worden, neben Hunden auch Nutztiere wie Pferde oder sogar Kühe.

Vielseitig einsetzbar

Um ihr Können zu belegen, müssen Jagdhunde heute einen Leistungsnachweis erbringen. Bei der Jagd werden Hunde für verschiedene Zwecke ausgebildet. Schweißhunde, Apportierhunde, Erdhunde, Vorstehhunde, Stöberhunde und Nachsuchhunde unterstützen die Jäger.
Auch in punkto Tierschutz spielen zum Beispiel Nachsuchhunde eine wichtige Rolle. Sie haben bei der Schwarzwildjagd die Aufgabe, Fährten von angeschossenen Tieren aufzunehmen. Die Nachsuche kann dabei mehrere Kilometer weit sein. Mit dem Einsatz neuer Technik kann der Standort des Tieres über GPS-Peilung und Handy vom Jäger ausgemacht werden.
Der Ursprung des Einsatzes von Jagdhunden ist im Mittelalter zu finden. "Im Mittelalter wurde der Mangel an Jagdschaften durch zahlreiche Jagdhunde ausgeglichen", so Harald Höhn.
Was ein Hund können muss, um bei der Jagd zu unterstützen? Er muss natürlich eine gute Nase haben, aber auch ein umgängliches Wesen.
Und was ist beim Jäger wichtig? "Man muss das Vertrauen des Hundes bei der Erziehung gewinnen, damit er die Übungen macht", so Höhn.
Dass die Jagdhunde ihre Aufgaben gut meistern, dazu tragen Trainer wie Heike Fillweber bei. Sie bietet ein Training in Schulen an, damit Kinder lernen, mit Hunden umzugehen.

Spektakuläre Übung

Sehr anschaulich war der Auftritt von Polizeihundeführerin Uli Dasbeck und ihrem Mann Kai, ebenfalls Polizist. Nachgestellt wurde eine Szene mit einem imaginären Randalierer am Schlossweiher, gespielt von Kai Dasbeck in einem dick gepolsterten Schutzanzug. Uli Dasbeck wollte im Beisein des Polizeihundes den vermeintlichen Randalierer polizeilich überprüfen, der Mann war jedoch auf Angriff aus. Der Polizeihund stürzte sich auf Kai Dasbeck, bellte und biss. Eingesetzt werden bei der Polizei auch Rauschgifthunde, Personensuchhunde, Geldsuchhunde oder Leichensuchhunde. Schäferhunde sind dazu wegen ihres Spieltriebes, ihrer Aggressivität und ihrer guten Kondition besonders geeignet.
Tierarzt Thomas Dittus aus Stadtsteinach stellte dar, dass die Besitzer der rund fünf Millionen Hunde in Deutschland gesünder und glücklicher seien. Im Gegensatz zu Katzen binden sich Hunde sehr an Menschen und erkennen sie als Herren an.

Hund aus dem Ausland

Einen Hund aus dem Ausland, aus Kroatien, hat die Thurnauerin Elsbeth Schmeußer. Sie hatte in 25 Jahren vier Hunde und schätzt das individuelle Wesen von Mischlingen. "Das Leben mit einem Hund macht Spaß, macht Arbeit und kostet Geld. Das sollte einem bewusst sein, wenn man sich einen Vierbeiner anschaffen will", beschrieb Schmeußer.
Die Moderation des Abends übernahmen Peter Müller und die Journalistin Katharina Müller-Sanke. Um die Bewirtung kümmerten sich die Thurnauer Braufreunde.