Als einen Freundschaftsbeweis wertete es CSU-Landtagsabgeordneter Ludwig von Lerchenfeld, dass der italienische Generalkonsul in Bayern, Filippo Scammacca del Murgo e dell'Agnone, seiner Einladung nach Kulmbach gefolgt war. Scammacca habe nicht nur die Verbindungen Bayerns mit Italien gefördert, wie Lerchenfeld feststellte, "er hat sich immer für die europäische Idee eingesetzt, er ist ein Europäer."

Beim Empfang im Rathaus trug sich der Generalkonsul im Beisein von Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) ins Gästebuch der Stadt ein. Dabei machte Scammacca deutlich, dass die Verbindungen zwischen Deutschland und Italien sehr wichtig sind. Er sprach sich dafür aus, mehr Italienisch an Bayerns Schulen zu unterrichten. Dies sei auch im Interesse der wirtschaftlichen Beziehungen: "Das ist eine Basis, die man künftig noch ausbauen kann."

Fast wie zu Hause

OB Schramm stellte mit Benjamin und Augusto de Pellegrin noch zwei "ausgezeichnete Botschafter" Italiens, die seit über 50 Jahren mit ihrer Familie in Kulmbach leben, vor. Beim Abstecher in die Eisdiele "San Remo" der Pellegrins am Marktplatz konnte sich der Generalkonsul fast wie zu Hause fühlen.

Nach einem Kurzbesuch bei Maschinenbau Zaigler in der Gummistraße stand ein Wirtschaftsgespräch auf dem Programm, zu dem die IHK für Oberfranken ins "Mönchshof-Bräuhaus" eingeladen hatte.

Mozzarella aus Bayreuth

Hans Kolb vom IHK-Referat für internationale Beziehungen machte deutlich, dass Italien ein sehr guter Außenhandelspartner für Deutschland und im besonderen Maße für Bayern ist. Daran sei auch Oberfranken beteiligt. Was fast unglaublich klingt: Laut Kolb liefert die Käserei Bayreuth Mozzarella nach Italien. "Dann muss diese Mozzarella gut sein!"

IHK-Vizepräsident Michael Möschel verwies auf die traditionellen Handelsverbindungen von Kulmbach nach Italien. "Ich weiß von einer ganzen Reihe Kulmbacher Unternehmen, nicht nur aus der Stadt, sondern auch aus dem Landkreis, die wichtige Handelsbeziehungen nach Italien pflegen", sagte er.

Interesse an Kontakten nach Italien zeigten auch Karl-Heinz Zeitler von RVN Textilrecycling Neuenmarkt, Berthold Weißflach von der SW Color Lackfabrik Bindlach und Ludwig Künzel von Künzel AWT Münchberg Sie nutzten die Möglichkeit, den Generalkonsul um Unterstützung zu bitten.