Berlin hat einen Bären als Wappentier, München den Löwen. Auch Stadtsteinach würde solch ein Symboltier gut zu Gesicht stehen, dachte sich Hermanita Espig. Und sie musste nicht lange überlegen, was die Stadt gut repräsentieren könnte: ein Feuersalamander. Denn erstens ist der Feuersalamander "Lurch des Jahres", zweitens ist er im Steinachtal heimisch. Und drittens hat er auch noch die Stadtfarben schwarz-gelb.


19 Personen haben gespendet


Kurzerhand suchte Hermanita Espig von Pro Stadtsteinach Sponsoren, um die Idee zu realisieren. 19 Spender fanden sich.

Die Firma Horn druckte den Stadtsteinacher Feuersalamander im 3-D-Druckverfahren aus. Außerdem sorgte Hermanita Espig noch dafür, dass das Tier ein Tearrarium bekommt. Die Edelstahlsäule vor dem Rathaus hat die Firma eka gestiftet. Das Ganze wurde jetzt feierlich enthüllt.

Der Clou an dem Salamander: Er kann auf Knopfdruck auch sprechen. "Hallo, ich bin der Stadtsteinacher Feuersalamander. Ich heiße Sie herzlich willkommen auf unserem historischen Marktplatz und wünsche Ihnen viele erlebnisreiche und erholsame Stunden bei uns", sagt er mit der Stimme von Knud Espig.


Loblied auf das Steinachtal


Via Sprachmodul lassen sich zwei unterschiedliche Botschaften aufsprechen, die jederzeit verändert werden können. Aktuell preist der Feuersalamander in einer mehr als zwei Minuten langen Botschaft die Schönheiten des Steinachtals.

Das Projekt hat eine vierstellige Summe gekostet. Zur feierlichen Enthüllung kamen die Sponsoren, zahlreiche Freunde von Pro Stadtsteinach und auch Vertreter des Bundes Naturschutz mit dem Regionalreferenten Tom Knopka an der Spitze.


Seltene Tiere ins Bewusstsein rücken


Der Feuersalamander auf dem Marktplatz soll auch ein Anstoß für alle sein, die Natur zu schützen. Denn auch wenn das Tier im Steinachtal noch häufig vertreten ist, steht es andernorts oft auf der Roten Liste. "Schön wäre es, wenn unsere Aktion einen kleinen Beitrag dazu leisten könnte, den Feuersalamander wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen zu rücken", hofft Hermanita Espig auf Erfolg.

Bürgermeister Roland Wolfrum nahm den sprechenden Feuersalamander in Betrieb. Klaus Knorr spendierte passend dazu "Feuerwasser" für alle - Schnaps aus heimischer Birne und Zwetschge.