Den Muttis gefällt's, den Kleinen offensichtlich auch: Seit dieser Woche ist die neue Krippengruppe der Kinder tagesstätte "Sonnenkinder" in Rothwind in Betrieb. Eine Woche hat das Team um Einrichtungsleiterin Ingrid Isert geputzt und geräumt, damit der Start ins neue Kindergartenjahr möglichst reibungslos verläuft.

Dass sich die Mühen und Arbeiten gelohnt haben, bestätigen die ersten Besucher übereinstimmend. Daniela Wiesel aus Schwarzach ist mit ihrem Sohn Dennis da. Der sei ganz begeistert von den interessanten Spielsachen, die er von zu Hause nicht kennt.

Von 15 auf 21 Plätze

Insgesamt 21 Krippenplätze stehen jetzt zur Verfügung, vorher waren es nur 15, erklärt Ingrid Isert. "Die Nachfrage ist einfach da", ergänzt Bürgermeister Dieter Adam (FW). Darum habe die Gemeinde auch rund 320 000 Euro in die Hand genommen, um die Kita umzugestalten.

Dass das gelungen ist, sagt auch Melanie Azakliogullari. Sie wohnt in Melkendorf, stammt aber aus Rothwind und war dort als kleines Mädchen im Kindergarten. Für sie war es daher keine Frage, dass auch ihr Sohn Kaam die Einrichtung besucht. Außerdem wohnen noch die Eltern von Melanie in dem Mainleuser Ortsteil und kümmern sich am Nachmittag um den Enkel. Zudem lobt sie die engagierten Betreuerinnen.

Sabrina Marr aus Burgkunstadt kam mehr aus Zufall nach Rothwind - in Burgkunstadt hatte sie keinen Platz für Tochter Leni bekommen. Sie ist mit dem Angebot mehr als zufrieden. Spielzeug, Klettermöglichkeiten, viele Sachen zum Entdecken, ihrer Tochter wird nicht langweilig. Vor allem die Mini-Toilette habe es der Kleinen angetan, schmunzelt sie.

Früher, vor dem Umbau, war der Kindergarten dreigruppig, jetzt ist er nur noch zweigruppig und mit knapp 50 Buben und Mädchen fast voll belegt. Dafür sind in der großen Krippengruppe noch Plätze frei. Dass das so ist, gefällt Isabell Göhl aus Danndorf. Denn Töchterchen Pauline finde in einer kleinen Gruppe schneller Kontakt zu den anderen Kindern, sagt die Mutter, die von den neuen Räumlichkeiten sofort begeistert war.

Mit kleinem Plansch-Bereich

Das hat auch seinen Grund: Das neue Zimmer für die Kleinsten ab sechs Monate bis drei Jahre ist farbenfroh eingerichtet, auf 50 Quadratmetern können die Kleinen krabbeln und spielen. Ein kleiner Schlafraum mit 25 Quadratmetern, in dem drei Stockbetten stehen, schließt sich an. In den Sanitär-Raum ist ein kleiner Plansch-Bereich integriert. Weitere Räumlichkeiten stehen für die Kleinsten im Untergeschoss bereit. Das wurde erst vor zwei bis drei Jahren hergerichtet.

Aber auch für die Großen wurde einiges getan: Es wurden ein Personalraum für Besprechungen geschaffen, der Eingangsbereich und das Büro von Ingrid Isert umgebaut, die Kaffee-Ecke für die Eltern verschönert, eine Außentreppe versetzt. Ganz neu ist ein Kinderwagen-Abstellraum vor der Kita.

Die Einrichtung feiert übrigens heuer einen runden Geburtstag: 40 Jahre gibt es den Kindergarten Rothwind mittlerweile. 1974 zog er in die ehemalige Dorfschule ein, die entsprechend umgebaut wurde.

Eine Erweiterung folgte Mitte der 90er Jahre, als nicht nur angebaut, sondern auch saniert, Dach und Heizung erneuert wurden.

Die offizielle Einweihung nach dem Umbau findet am 18. Oktober mit einem Tag der offenen Tür statt. Dann kann sich jeder von der gelungenen Maßnahme überzeugen.

Und obwohl es inzwischen 90 Krippenplätze in der Gemeinde Mainleus gibt und das nach den Worten von Adam eine 100-prozentige Versorgung bedeutet, hat der Bürgermeister Sorgen. "Wir wissen nicht, wie sich die Situation mit den Asylbewerbern entwickelt." Denn unter ihnen seien auch Kinder.