Im Saloon von Joe Big Heiß wurde alles besprochen, was man schon immer wissen wollte - oder eben nicht. An der Bar versprühten die Saloondamen Lea Tempel, Sophia Sesselmann und Isabell Kremer Charme und Sex-Appeal und stellten auch gleich klar, dass die "keine Schokolade" , aber dafür "einen Cowboy als Mann" wollen.
Nach einer heftigen Schlägerei mit den Dalton-Brüdern flüchteten diese und Lucky Luke (Johannes Färber) samt Hund schauten ganz schön alt aus.
Sein Debüt gab Max Tempel. Mit zwölf Jahren wagte er sich zum ersten Mal auf die Bühne. "Das gehört doch dazu. Irgend wann muss man anfangen", sagte er cool. Allzu aufgeregt war er dann nicht, obwohl das Sportheim Wartenfels wieder einmal aus allen Nähten platzte. "Nein, Lampenfieber hatte ich nicht", befand Max Heiß. Auf jeden Fall will er auch im nächsten Jahr wieder mit dabei sein.
Auch die anderen Besucher des Feuerwehrfaschings hatten sich wieder viel Mühe gegeben. Da hatte sich der Pfarrgemeinderatsvorsitzende in einen echten Monsignore verwandelt, im Publikum saßen jede Menge Cowboys und Indianer, passend zum Motto des Abends, aber auch Scheichs, Clowns, Kühe, kunterbunte Phantasiegestalten und sogar eine Giraffe.
Die Feuerwehrjugend sorgte auch beim Gangnam-Style für Super-Stimmung. Denn ohne Gangnam geht es beim Fasching 2013 einfach nicht. Eine tolle Showeinlage lieferten allerdings auch die hübsch ausstaffierten Saloon-Ladys. Sie tanzten einen echten Can-Can - und ließen die Röcke wirbeln.
Dorfklatsch der feinsten Art brachten die Rothäute bei Lagerfeuer-Romantik auf die Bühne. Häuptling "Durstiger Bock vom Stamm der Wartenatschi" alias Rudolf Geyer hatte seine Kollegen "Listiger Fuchs vom Stamm der Japanesen" (Christian Ziegler), "Fröstelnder Eisbär vom Stamm der Mogelhawk" und den gefangenen Häuptling "Qualmende Socke vom Stamm der Reichabätscher" eingeladen.
Vom Feuerwehrauto, das die Reichenbacher Wehr im Matsch versenkt hatte, bis zur Schauübung in Presseck, die die Reichenbacher wohl ein bisschen zu wörtlich genommen hatten, wurde nichts ausgelassen.
Sogar der Maulwurf auf dem Fußballplatz und die Geburtstagsfeier des Pfarrers mit vielen Gästen aus Polen waren Themen.