"Wo kommen die Toiletten hin?" Die Frage zieht sich wie ein roter Faden durch den Abend. Und das zu Recht!
Zum wiederholten Mal sitzen die Organisatoren des 5. Frankenwald-Wandermarathons zusammen, um das Ereignis vorzubereiten: 550 Wanderer werden am 30. April vor der Dr.-Stammberger-Halle in Kulmbach ihren langen Marsch antreten. Und da gibt es doch so einiges, was im Vorfeld geklärt werden sollte - nicht nur die Frage nach den Toiletten.
Ausrichter des großen Wanderereignisesist das Frankenwald-Tourismus Service-Center in Kronach. Das Team um Organisator Markus Franz hat sich viele Partner ins Boot geholt. Der Frankenwald-Vereine und die Naturfreunde sind dabei, der Landesbund für Vogelschutz und die Reservistenkameradschaft Kulmbach, die Stadt Kulmbach und die Bayerische Rundschau als Medienpartner.
Etliche der Mit-Organisatoren haben schon viele Stunden Vorarbeit investiert. Sie sind Teilstücke der knapp 44 Kilometer langen Strecke abgegangen, sie haben sich Gedanken gemacht über die Ausstattung von Verpflegungsstationen und über so genannte Erlebnis-Stationen. Alle paar Kilometer sollen die Wanderer überrascht werden. Das sorgt für gute Stimmung und Motivation: Viele kleine Etappen gehen sich leichter als eine ganz große Runde.
Die wichtigsten Eckdaten stehen: Streckenführung, Brotzeit, Mittagessen, Kaffee und Kuchen am Nachmittag und Zieleinlauf sind fest. Los geht es morgens um sieben nach einem gemeinsamen Frühstück aller angemeldeten Teilnehmer an der Dr.-Stammberger-Halle in Kulmbach.
Die erste Etappe ist gleich eine der härtesten. Der steile Anstieg zur Plassenburg ist zu meistern. Von dort aus geht es erst einmal gemächlich weiter: über den Buchwald nach Tennach, von dort aus zum Rehturm, wo bei Kilometer 9 die erste Brotzeit wartet. Am Rehberg-Südhang führt die Strecke hinab zum Herrenweiher und dann hinüber ins Rotmaintal. Wenn die Wanderer Melkendorf erreicht haben, haben sie bereits knapp 19 Kilometer hinter sich und sich das Mittagessen im Sportheim redlich verdient.
Der Mainzusammenfluss darf bei einer solchen Wanderung als Etappenziel nicht fehlen, ebenso wenig wie die Kieswäsch - nicht zuletzt wegen der herrlichen Ausblicke auf die Plassenburg, die sich im Westen Kulmbachs immer wieder bieten.
Am Patersberg werden einige Wanderer noch einmal ins Schnaufen kommen, aber erneut mit grandiosen Ausblicken belohnt. Die nächsten Ziele sind Schwedenschanze, Gründla und Metzdorf, wo es - 32 Kilometer sind mittlerweile geschafft - Kaffee und Kuchen gibt.
Über Ziegelhütten und die "Drei Brunnen" geht es dann zur Blockhütte im Spitalwald, von dort über Oberpurbach, den Kauernburger Grund und Aichig hinunter zur Zielgeraden: Am Main entlang und durchs Grünwehr zur Dr.-Stammberger-Halle, zu heißen Duschen, Massagen und einem Abend-Buffett.
In den nächsten Wochen wird das Organisationsteam die Feinabstimmung vornehmen. Noch sind nicht alle Erlebnis-Sationen besetzt, noch werden weitere Helfer benötigt. Vereine und Gruppen, die sich organisatorisch oder mit guten Ideen einbringen möchten, sind willkommen (www.frankenwald-wandermarathon.de).