Mit ihren elf Filialen und Outlets in ganz Bayern hat die Mücke-Gruppe vergangenes Jahr rund 100 Millionen Euro Umsatz erzielt. Die 650 Mitarbeiter des in Kulmbach gegründeten Familienunternehmens sollen übernommen werden, wie ANWR mitteilte. Die Verträge wurden bereits am Mittwoch unterschrieben. Das Unternehmen verkauft auf 2300 bis 8000 Quadratmeter großen Läden unter anderem in Nürnberg, Fürth, Regensburg, Ingolstadt, Kulmbach und Bamberg - und zwar Schuhe, Sportartikel und Textilien.
Branchendiensten zufolge wird Thomas Mücke auch unter dem neuen Dach der Handelskooperation ANWR in der Geschäftsführung bleiben. Der 53-Jährige ist der Sohn von Werner und Else Mücke, die in den Anfängen aus einem VW-Bus heraus den Bedarf der Kulmbacher an Schuhen deckten. Als er 1988 das Geschäft übernahm, begann Schuh Mücke zu expandieren. Nicht nur der mittlerweile um mehrere Gebäude erweiterte Muttersitz an der B85 in Kulmbach ist enorm gewachsen, sondern auch die Zahl der Standorte. Der Mücke-Erfolg basiert stets auf einer großen Auswahl und riesigen Verkaufsflächen.
Die ANWR-Gruppe ("Ariston-Nord-West-Ring") ist eine Handelskooperation mit den Geschäftsfeldern Schuhe und Sportartikel, aber auch Unternehmensberatung und Warenwirtschaft. Zu ihr gehören auch Handelskooperationen wie "Quick Schuh" oder "Sport 2000", zudem die DZB Bank. Im vergangenen Jahr hat die ANWR-Gruppe ihr Geschäftsvolumen um 250 Millionen auf 7,8 Milliarden Euro steigern können - unter anderem mit einem positiven Ergebnis in den Branchen Schuhe und Sport.
Dem Branchendienst "Shoez" gegenüber erklärte Vorstandsvorsitzender Günter Althaus: "Schuh und Sport Mücke hat in den vergangenen Jahren ein Format aufgebaut, das wir als eines der zukunftsfähigsten Wachstumsformate für den deutschen und auch den europäischen Markt halten." mit Material von dpa