Die Initiatoren der Einrichtung, Ulrike Puchta und Birgit Thies, wollen, dass das Projekt unkompliziert nach dem Motto "Schenken, tauschen, leihen" über die Bühne geht. Wer Bücher zur Verfügung stellen will, kann diese bis zum 24. Februar im Gasthaus "Zur Tanne" abliefern.

"Ich habe die Idee schon seit über einem Jahr im Hinterkopf, aber so richtig ins Gespräch gekommen sind wir dann bei einer Weihnachtsfeier des Sportvereins", sagt Ulrike Puchta, die als Bauzeichnerin in einem Architekturbüro arbeitet. Mit Birgit Thies, die an der Uni Bayreuth tätig ist, hat sie die Initiative ergriffen.

Wie sollte es auch anders sein: Birgit Thies ist eine Leseratte: "Ich lese gern meinen Kindern vor. Zu eigenen Büchern komme ich gar nicht mehr. Es ist schön, wenn man Bücher vor Ort hat und die auch tauschen kann."

Regale im Foyer


Eine Bücherei wie in Bindlach und Trebgast sei für Harsdorf nicht realistisch, weshalb man dem "Bücherregal" näher getreten sei. Der Plan steht: "Wir wollen im Foyer zum Saal im ersten Stock einfache Regale aufstellen. Da können die Leute dann ihre Bücher reinstellen." Damit auch nur Lesenswertes im Bücherregal vorzufinden ist, wird das kontrolliert werden.

Thomas Limmer, der als Heimwerker beim Aufbau des Bücherregals helfen wird, hat bereits neun laufende Meter Holz organisiert. "Für den Anfang ist das schon mal gut", freut sich Birgit Thies. Jetzt wird bis zum 24. Februar kräftig gesammelt. Sind die Bücher da, geht es ans Sortieren. Ulrike Puchta: "Wir wollen eine ganz grobe Ordnung zwischen den Erwachsenen- und Jugendbüchern schaffen."

Am Anfang, so erzählen die beiden, seien sie für das Projekt schon etwas misstrauisch beäugt worden. "Nicht wenige haben angezweifelt, dass das in einem kleinen Ort wie Harsdorf funktioniert? Wenn wir es nicht probieren, dann wissen wir es aber auch nicht", sagt Birgit Thies.

Wie das "Bücherregal" funktioniert. Dazu Ulrike Puchta: "Es kann jeder kommen, solange die ,Tanne' geöffnet ist, sich ein Buch rausholen und ausleihen. Wenn der das Buch nicht zurückbringt, dann kann er ein anderes Buch reinstellen." Die beiden vertrauen dabei auf die Ehrlichkeit der Harsdorfer.