Günther Igler feierte am 14. Juli seinen 80. Geburtstag. Zu diesem Anlass lud ihn die Sparkasse Kulmbach-Kronach ein, seine mittlerweile fünfte Ausstellung in diesen Räumen abzuhalten. Igler, der 1934 in Unterrodach (Landkreis Kronach) geboren wurde, lebte viele Jahre lang in Kulmbach, ist aber zwischenzeitlich ins oberbayerische Raubling umgezogen, um näher bei der Familie zu sein. Bis 1997 war er als Textildesigner für Polstermöbel in Oberfranken tätig. Das gewisse Auge und grafische Verständnis hatte er also schon immer.

Günther Igler sagt über sich selbst, dass die Kunst ein Teil seines Lebens sei. Mit dem Erlös seiner verkauften Werke unterstützte er stets gemeinnützige Projekte. In seiner aktuellen Ausstellung "Kunst gelebt und erlebt" zeigt Igler Aquarelle und Grafiken, die fast allesamt den Bezug zu seiner Heimat Kulmbach - Kronach herstellen. Dabei sehen die Besucher neben Portraits und Urlaubsimpressionen vor allem auch Landschaftsmotive aus der Region.

Stellvertretende Landrätin Christina Flauder hielt die Laudatio auf den 80-Jährigen und gab sich dabei als großer Fan zu erkennen. Sie verwies auf die filigrane Arbeitsweise des Künstlers. Zum Abschluss seiner Ausbildung habe er Hobelspäne, Hühnereier und eine Feder zeichnen müssen. Eine Feder, die so fein und realistisch war, dass man beim Betrachten hätte dagegen pusten wollen. Igler habe sich alles selbst beigebracht und sei ein Leben lang seiner Heimat Kulmbach - Kronach und sich selbst treu geblieben.

Auch Landrat Klaus Peter Söllner würdigte Igler als einen "Hochkaräter" des Landkreises, wobei er ausnahmsweise auch Kronach mit einschließe.

In seiner kurzen Ansprache dankte der gerührte Künstler den Vertretern der Sparkasse für die erneute Einladung und zeigte sich erfreut, dass "so viele gute Gedanken" an ihn zurückgeblieben sind.

Zum letzten Mal wurde eine Ausstellungseröffnung in der Sparkasse von Rainer Ludwig moderiert. Nach 28 Jahren Öffentlichkeitsarbeit für das Kreditinstitut wurde er von Vorstandsvorsitzendem Klaus-Jürgen Scherr verabschiedet. Eine offizielle Verabschiedung folgt noch.