Die Tarifeinigung im Öffentlichen Dienst beschert den Beschäftigten in den nächsten beiden Jahren 6,3 Prozent Lohn erhöhung in mehreren Schritten. "Mit der prozentualen Erhöhung bin ich zufrieden, es ist mehr, als ich erwartet hatte", erklärt der Gesamtpersonalratsvorsitzende von Stadtverwaltung, Stadtwerken und Stadthalle, Erich Olbrich.

Was ihn und seine Kollegen stört: dass die soziale Komponente im Tarifvertrag fehlt. "Der geforderte Sockelbetrag von 200 Euro wäre besonders den unteren Lohngruppen zugute gekommen und hätte dazu beigetragen, dass die Lohnschere nicht weiter auseinandergeht. So ein Sockelbetrag wirkt sich unterschiedlich aus, 9,5 Prozent für eine Reinigungskraft und 4,5 Prozent für einen Abteilungsleiter", weiß Olbrich.


Ab 2013 ein Urlaubstag weniger



Was ihm fast noch mehr missfällt, hat mit Lohn und Gehalt erst mal gar nichts zu tun: Kurz vor den Tarifverhandlungen hat das Bundesarbeitsgerichts geurteilt, dass jüngere Mitarbeiter bei den Urlaubs tagen nicht schlechter gestellt werden dürfen. "Das hat man beim Abschluss gleich mit reingepackt", erläutert Olbrich und bedauert es, dass heuer zwar alle 30 Tage Urlaub bekommen, dass nächstes Jahr aber ein Tag gestrichen wird. Ausnahme: die Mitarbeiter über 54. Der Personalratsvorsitzende dazu: "Da hätte man mehr erreichen können. Die Leute waren gut drauf und streikbereit."

Detlef Zenk, Personalratsmitglied der Landkreisverwaltung, nennt es "gut, dass es mehr Geld gibt. Ich habe auch so viel erwartet." Er hätte es ebenfalls bevorzugt, wenn die unteren Lohngruppen angehoben worden wären. Positiv bewertet er dagegen die Übernahmegarantie für die Auszubildenden: "Ein wichtiges Signal, damit wir junge, gute Leute kriegen."

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